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Das schwarze Auge (1) Im Kerker von Gareth

ein Hörspiel von Markus Topf, Winterzeit / Audionarchie 2017


🎤 Mit: Erzähler: Axel Ludwig
Gundar Gemmenschneider: Claus-Peter Damitz
Filoen: Markus Off
Alinne: Gabrielle Pietermann
Hothar: Marco Kröger
Leonida von Beilunk: Angela Wiederhut
Lares vom weißen Turm: Julius Jellinek
Sardos: Eckart Dux
Bardo von Faldir: Till Hagen
Serhan, der Krämer: Sven Dahlem
Worwick, der Hüne: Jörg Hengstler
Beltram von Lauterfurt: Freimut Götsch
Wärter: Boris Tessmann
Wärter: Marios Gavrillis
Wäter: Oliver Baumann
Tom Jacobs, Axel Lutter, Patrick Bach

Im Jahr 1027 nach Bosparans Fall wird der Zwerg Gundar Gemmenschneider unter dem Verdacht des Diebstahls festgenommen. Er landet im Kerker von Gareth, wo er die Bekanntschaft mit einigen anderen Gefangenen macht, die sich ihrem Schicksal bereits ergeben haben. Doch dann bieten sich Gundar, dem Thorwaler Hothar, dem Auelf Filoen und der Streunerin Alinne die Möglichkeit zur Flucht. Gejagt von den Soldaten der Stadtwache sollen sie im Gegenzug für ihre Freiheit einen brisanten Auftrag übernehmen: der Beginn ihres größten Abenteuers...

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«Wer meine Ausführungen zu Hörspielen öfter verfolgt, wird wissen, dass Fantasy nicht unbedingt mein Lieblingsgenre ist. Zu meinen gern wiederholten ketzerischen Aussagen gehört, dass es in diesem Genre oft besonders phantasielos zugeht. Oft würfelt man eine Gruppe aus Figuren, die sich nicht zwingend mögen und schickt diese auf die Reise, um irgendeine Aufgabe zu lösen. Das Ganze wird dann mit viel Gezänk zwischen den Protagonisten aufgearbeitet, um die Lücken zwischen den episodenhaft eingestreuten Abenteuern zu füllen. Tja, und genau dies passiert in der ersten Folge von "Das schwarze Auge". Man bedient hier tatsächlich fast alle gängigen Klischees. Dazu gibt es eine Geschichte, die im titelgebenden Kerker spielt. Die Bedrohlichkeit, die dieser ausstrahlen soll, verfängt nicht. Auch wenn man die Hoffnungslosigkeit immer wieder betont, Spannung will sich nicht so recht einstellen. Ein Grund dafür dürften die oft lockeren Dialoge sein, die dem Hörspiel zu viel Leichtigkeit geben. Auch die Motive hinter der Story wirken in dieser Folge (noch) nicht logisch. Da hoffe ich einfach mal auf die folgenden Episoden.
Die Umsetzung ist auf dem Niveau, wie man es aktuell oft am Markt wahrnimmt. Im Großen und Ganzen solide, in den Details fallen aber immer wieder Kleinigkeiten auf. Kleine Fahrlässigkeiten, die dem hohen Output geschuldet sein mögen, wird man auch hier hinnehmen müssen. Mein Fall ist auch die Musikfülle nicht. Man unterlegt Szenen zu lange mit Klängen, die nichts für die Geschichte tun und oft zu beliebig wirken.
Wenn man diese Zeilen liest, könnte man meinen, ich hätte ein richtig schlimmes Hörspiel am Ohr gehabt. So ist es nicht. Das Hörspiel ist so, wie man es erwarten durfte. Genrefreunde, die die Art der Hörspiele mögen, wie sie derzeit im monatlichen Output auf den Markt kommen, werden die Rückkehr der Serie feiern. Ich hätte mir insgesamt mehr Originalität gewünscht. Aber vielleicht wird ja bereits in Folge zwei die Luft, die noch nach oben ist, abgelassen.»

📚 andere Folgen von Das schwarze Auge

Vorstellung im OhrCast

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 30.06.2017


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