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Die Hörspiele der Woche

Kalenderwoche 40 / 2018

Hier findet ihr die neu und wieder erschienenen Hörspiele der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel sind hier auch Hörspiele zum (kostenlosen) Download aufgelistet.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

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Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr auch in der Vorschau auf hoerspieltipps.net.

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Neu und wieder veröffentlichte Hörspiele:

87. Polizeirevier (Ed McBain) hr 2006 / pidax 2018
87. Polizeirevier (Ed McBain) hr 2006 / pidax 2018

Regie: Ulrich Lampen
Übersetzung: Christian Quatmann, Uwe Anton, Liselotte Julius, Arno Dohn, A. B. Noak
Redaktion: Peter Liermann
Dramaturgie: Peter Liermann
Technische Realisierung: Helmut Becker, Julia Kümmel
Regieassistenz: Stefanie Lorey, Christoph Müller, Wolfgang Binder

Bearbeitung: Norbert Jochum, Gabriela Holzmann
Musik: Sabine Worthmann

255 Min.

Mit Abak Safaei-Rad, Andrea Wolf, Andrea Zanaboni, Anita Iselin, Berthold Toetzke, Brigitte Goebel, Charles Wirths, Christiane Roßbach, Christoph Zapatka, Corinna Mühle, Doris Schade, Edgar M. Böhlke, Ellen Schulz, Elmar Roloff, Erik Borner, Eva Gosciejewicz, Felix von Manteuffel, Franziska Fuhrmann, Gunnar Teuber, Guntram Brattia, Hans-Georg Panczak, Hartmut Volle, Hedi Kriegeskotte, Heinrich Giskes, Helmut Reitze, Hilke Altefrohne, Jochen Nix, Jörg Petzold, Karin Schröder, Marian Funk, Matthias Haase, Matthias Lühn, Matthias Scheuring, Michael Lucke, Michael Tregor, Oliver Kraushaar, Rainer Bock, Reinhard Bock, Reinhart von Stolzmann, Rosemarie Fendel, Rüdiger Vogler, Rudolf Kowalski, Sascha Icks, Stéphane Bittoun, Steve Karier, Susana Fernandes-Genebra, Sylvia Heid, Thomas Hatzmann, Tobias Mangold, Tom Lass, Udo Schenk, Ulrike Grote, Uwe Koschel, Walter Renneisen, Wiebke Scheschonka, Wilfried Elste, Wolfgang Gorks, Wolfgang Höper, Wotan Wilke Möhring

Detective Steve Carella arbeitet auf dem 87. Polizeirevier in New York. Gleich im ersten Fall geht es heiß her. Eine Frau kommt auf die Wache und behauptet, Carella sei Schuld am Tod ihres Mannes. Zudem gibt sie an, in ihrer Handtasche eine Flasche Nitroglyzerin zu haben. Brisant geht es auch in einer weiteren Sache zu: Als der berüchtigte puertoricanische Gangster Pepe Miranda festgenommen werden soll, wird es brenzlig. In einem weiterem Fall werden die Polizisten des 87. Reviers zu einer Buchhandlung gerufen, in der ein Mann wahllos vier Menschen erschossen haben soll...

Folge 1: Die lästige Witwe
Eine Dame kommt aufs Revier, um mit Detective Steve Carella zu sprechen. Der ist nicht da, also wartet sie. Carella sei schuld am Tod ihres Mannes, sagt sie. Und damit das Warten nicht so langweilig wird, behauptet sie, in ihrer Tasche eine Flasche mit Nitroglyzerin zu haben, und zückt einen Revolver.
Die Einheit von Raum und Zeit, das ist schon eine fast klassisch zu nennende Theatersituation. Das zähe Warten auf dem Polizeirevier wird zu einem gezielten Lauern auf den ersten Fehler. Und als ein Versuch, die Frau zu überwältigen, scheitert, gerät die kühle Routine der Polizisten ins Wanken. Es besteht kein Zweifel, daß die Frau es ernst meint, denn sie hat ohne zu zögern einen ihrer Kollegen niedergeschossen.

Folge 2: Heißer Sonntagmorgen
Es ist tatsächlich sehr heiß an diesem Sonntagmorgen, als die Polizisten des 87. Reviers versuchen, den Gangster Pepe Miranda festzunehmen. Sie haben einen Hinweis erhalten, wo er sich versteckt hält.
Pepe Miranda ist der große Held für die kleinen puertoricanischen Jugendbanden, die sich auf den Straßen von Isola herumtreiben. Sie sind noch halbe Kinder, und ihre Bewunderung für Pepe Miranda unterscheidet sich in nichts von ihrem Schwärmen für James Cagney. Wenn Zip von seinen Jungs verlangt, Alfredo "Alfie" Gomez nach der Heiligen Messe auf der Kirchentreppe zu erschießen, weil er sich angeblich an sein Mädchen herangemacht haben soll, die davon freilich nichts weiß, dann hat das mit der Wirklichkeit wenig zu tun, und doch ist es nur um Haaresbreite davon entfernt, denn die Burschen haben vier Revolver.
Und dann wird es noch heißer an diesem Sonntag, denn Pepe Miranda liefert sich mit den Beamten ein Feuergefecht.

Folge 3: Ich war's, ich war's
Es ist nicht leicht, auf dem Polizeirevier ein privates Telephongespräch zu führen, wie es gerade Bert Kling mit seiner Verlobten Claire versucht. Er ist umringt von Kollegen, die das, was sie nicht hören können, unermüdlich kommentieren. Und damit gar nicht so falsch liegen.
Am späten Nachmittag werden die Polizisten zu einer Buchhandlung gerufen, in der ein Killer scheinbar wahllos vier Menschen niedergeschossen hat, drei davon sind tot, darunter Klings Verlobte Claire.
Die Beamten sind gezwungen, nicht nur alle Spuren zu verfolgen, sondern auch alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Dazu gehört auch, in Claires Vergangenheit nach vorstellbaren Anhaltspunkten für ein Verbrechen zu suchen. Kling, der Claires Tod nicht verwinden kann, ist erst recht mit dieser Situation überfordert. Es habe ihn niemand gezwungen, Polizist zu werden, lautet die lapidare Entgegnung seines Vorgesetzten Lieutenant Byrnes.

Folge 4: Hitze
Als Anne Newman von einer Reise aus Kalifornien an die Ostküste zurückkehrt, findet sie ihren Mann Jeremiah tot in der Wohnung. Er soll durch eine Schlafmittelvergiftung umgekommen sein, vermutlich Selbstmord. Für die Spurensicherung ist es allerdings nicht möglich, den genauen Todeszeitpunkt zu bestimmen, da in der Wohnung eine so enorme Hitze herrschte, daß weder Verwesungszustand noch Muskelstarre der Leiche zur Berechnung des Zeitpunkts herangezogen werden können.
Jeremiah Newman war Alkoholiker, weshalb Anne sich von ihm scheiden lassen wollte. Seine Ex-Frau Jessica Herzog gibt allerdings zu Protokoll, daß Jeremiah nie auch nur eine einzige Tablette angerührt habe. In der Wohnung findet die Spurensicherung jede Menge Fingerabdrücke, nur nicht auf dem Seconalfläschchen...

Folge 5: Dead Man's Song
In einer kleinen schäbigen Wohnung wird ein alter Mann tot aufgefunden. Die Lage des Toten allerdings läßt die Polizisten bezweifeln, daß es sich um einen natürlichen Tod handelt. Das aber behauptet Cynthia Keating, die Tochter des Toten. Laut Autopsiebericht ist Andrew Hale erstickt; zugleich ergibt die toxikologische Analyse seiner Haare, daß er Rohypnol intus hatte. Als Detective Steve Carella den kleinen Ganoven Danny Gimb, der ihn als Polizeispitzel mit Informationen aus der Szene versorgt, in einer Pizzeria befragt, wer seine Opfer mit Rohypnol betäubt, wird dieser erschossen. Offenbar ist ein professioneller Killer auf Andrew Hale angesetzt worden, aber es gibt kein Motiv. Was kann dieser arme Alte besessen haben, daß es sich lohnte, ihn zu ermorden? Ein Radiointerview mit dem Produzenten eines Musicals bringt ihn auf die richtige Spur.

hoerspielTIPPs.net:
Zu Folge 1
Ed McBains '87. Polizeirevier' ist wohl die Grundlage für viele Geschichten, vom 'Großstadtrevier' bis zu NYPD Blue'. Seine Storys sind solide Krimithriller, in denen die gut gezeichneten Charaktere einer New Yorker Polizeiwache, mehr als nur den Rahmen für die Geschichte bilden, sondern hierin stark involviert sind.

So ist es auch bei der 'lästigen Witwe', die die Wache in dieser Produktion in Atem hält. Ohne großes Vorgeplänkel geht es hier in die Handlung über und der Hörer erlebt eine recht spannende Geiselnahme nahezu in Echtzeit.

Die Umsetzung der gesamten Serie ist Ulrich Lampen sehr gut gelungen und allein diese wegen dieser guten Reihe, ist ein bisschen schade darum, dass man das Konzept der Sommerkrimiserie nicht mehr weiterverfolgt hat.

Zu Folge 2
Eine weitere Folge aus der "Mutter aller Polizeiserien" - Ed McBain schildert auch hier wieder eine Episode aus dem Milieu eines großstädtischen Polizeireviers. In den Alltag der Polizisten packt er wieder einen zentralen Fall, der diesmal kaum Raum für die üblichen Nebensächlichkeiten lässt, den diese Reihe eigentlich so besonders macht. Hier gibt es nur eine weitere verknüpfte Ebene.

Typisch bleibt aber, dass die Figuren nicht einfach nach ihrer Funktion in Gut und Böse aufgeteilt werden. Das macht diese Geschichten recht glaubwürdig und bodenständig.

Bei der Inszenierung gelingt es Ulrich Lampen wieder, die typischen Genreklischees gut zu setzten. Dabei findet man eine gute Balance, so dass prägnanten Bilder entstehen, es andererseits aber nicht ins zu Billige abgleitet.

Insoweit kann ich "Heißer Sonntagmorgen" auch wieder als guten Milieu-Krimi empfehlen. Ein gut dargestellter Krimi aus dem Alltag einer Großstadtpolizeiwache.

Zu Folge 3
Der Plot ist vielversprechend und bringt mit dem merkwürdigen Anschlag, dem, u. v. a. die Freundin eines Kollegen zum Opfer fällt, auch Gelegenheit mit viel Emotion zu erzählen. Das Thema bleibt diesbezüglich aber sehr nüchtern, was bei aller Klischee.Coolness von Großstadtcops doch wenig reel wirkt. Hinzu kommt, dass die Lösung des Falles alles andere als überzeugend ist. Glaubwürdig wird es erst wieder bei den Verhörmethoden und der Vertuschung, die dann doch wieder den Plot gerade rückt.

Die Inszenierung folgt dem üblichen Motto, mit viel Klischee und einer Portion Trägheit, die unterschiedlichen Charaktere in der fiktiven Polizeidienststelle darstellt. Letztlich hätte man hier, da nunmal hier ein Polizist schon ziemlich persönlich eingebunden ist, sich dies auch in einer etwas emotionaleren Perfomance ausdrücken. Hier hätte nicht nur im Skript etwas mehr Tiefe einbringen können, auch Ulrich Lampen hätte seine - ansonsten sehr guten Sprecher - etwas mehr von der Leine lassen dürfen.

Leider nur eine sehr durchwachsene Folge aus dem "87. Polizeirevier", die inhaltlich zwar Potential hat, es aber in der Darstellung versäumt, das hörbar werden zu lassen.

Zu Folge 4
Zur Serie:
Ed McBains Serie um das 87. Polizeirevier gilt als ein Meilenstein der Krimiliteratur. Sie ist zugleich das Vorbild für viele Revierserien, die diese Idee mal mehr, mal weniger gut kopieren.
Dass der HR diese Ur-Serie für das Radio bearbeitet hat, ist nicht nur deshalb lobenswert, nein, auch die ansprechende und liebevolle Art der Umsetzung fällt positiv auf.
Viele gute Sprecher, viel Sound und viel Herzblut hat hier Ulrich Lampen konzentriert und eine richtig gute Radio-Serie aus dem Boden gestampft.

In 'Hitze' dreht sich der Hauptplot um einen vermeintlichen Selbstmord, dessen Hintergründe nach und nach enttarnt werden. Die Lösung hinter dem Ganzen ist allerdings recht ungewöhnlich und wirkt - zumindest im Hörspiel - unausgegoren bzw. nicht wirkllich nachvollziehbar. Aber sieht man es positiv: Es ist zumindest mal was anderes.

Die Episoden leben ja aber auch, durch das Geschehen um den roten Faden herum. Das ist auch hier wieder durchaus unterhaltsam.

Wer die Serie noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinhören, denn hier gibt es gute und solide Krimiunterhaltung mit ansprechendem Drumherum

Zu Folge 5
Ed McBains Serie um das 87. Polizeirevier gilt als ein Meilenstein der Krimiliteratur. Sie ist zugleich das Vorbild für viele Revierserien, die diese Idee mal mehr, mal weniger gut kopieren.
Dass der HR diese Ur-Serie für das Radio bearbeitet hat, ist nicht nur deshalb lobenswert, nein, auch die ansprechende und liebevolle Art der Umsetzung fällt positiv auf.
Viele gute Sprecher, viel Sound und viel Herzblut hat hier Ulrich Lampen konzentriert und eine richtig gute Radio-Serie aus dem Boden gestampft.

'Dead Man's Song' bietet aber mehr als den Blick in ein Polizeirevier. Hier findet sich ein recht verzwickter Fall wieder, der nicht nur auf den ersten Blick vollkommen anders erscheint, als es tatsächlich ist.

Ein gelungener Krimi in stimmiger Inszenierung.

Ursendung im Radio: 02.07.2006

Veröffentlichung: 05.10.2018
(Link zu Amazon)

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Audrey, die demente Fee (Max Urlacher, Angela Lucke) WDR 2015
Audrey, die demente Fee (Max Urlacher, Angela Lucke) WDR 2015

Regie: Angeli Backhausen
Technische Realisierung. Henning Schmitz

Musik: Henning Schmitz

44 Min.

Mit Gunter Gabriel, Arnd Klawitter, Valentin Steffen, Frauke Poolman, Katharina Spiering, Jochen Langner, Leon Göss, Jörg Kernbach, Martina Eitner Acheampong, Winfried Glatzeder, Arved Birnbaum, Ilse Strambowski, Wolfgang Rüter, Eldrid Fettweis, Paul Breit


v.l.: Henning Schmitz und Gunter Gabriel; Bild: WDR/Sophie Garke

Im Winter 1984 ist Micha und seiner Mutter die Flucht in den Westen Berlins gelungen. Seinem Vater nicht. Zu allem Überfluss erkrankt Micha an Meningitis und muss ins Krankenhaus. Da tritt Audrey in sein Leben. Sie komme aus dem Feenland, behauptet sie, und sei hier, um Micha einen Wunsch zu erfüllen. Dummerweise habe sie vergessen, welcher das sei. Mit der Zeit glaubt Micha fest daran, dass Audrey eine echte Fee ist, da auf seiner Station kleine und große Wunder geschehen: Gebratene Hähnchen sausen durchs Fenster, der Schlagerbarde Howie singt, und bevor Audrey in den Himmel über Berlin entschwebt, erinnert sie sich doch noch.

Ursendung im Radio: 03.10.2015

Download bei WDR / KiRaKa: 03.10.2018


Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Bleib kurz dran (Thilo Reffert) mdr 2017 / ZYX 2018
Bleib kurz dran (Thilo Reffert) mdr 2017 / ZYX 2018

Regie: Stefan Kanis

Musik: Ralf Schneider

58 Min.

Mit Holger Stockhaus, Cordelia Wege, Kornelia Boje, Martin Reik, Meike Droste, Nina Gummich, Thomas Dannemann, Günther Harder, Jörg Schüttauf, Ramona Libnow, Conny Wolter, Beatrix Hermens

Bei Georg Meyer läuft es. Warum auch nicht, man muss sich eben ein bisschen ins Zeug legen und sein Leben optimal managen. Als Gruppenleiter Fahrerlebnisraum hat er einen begehrten Job in der Automobilbranche - und ist gerade unterwegs, um bei der Konkurrenz den Vertrag für einen noch besseren zu unterschreiben: mehr Geld und fast zwei Stunden Pendelei pro Tag weniger, also Zeit für die Familie mehr. Da kann ihn eine Vollsperrung nicht aus der Ruhe bringen: Schließlich lässt sich dank Freisprechanlage auch beim Fahren vieles regeln, falls es auf eine Verspätung hinausläuft zum Beispiel. Oder wenn Luke zum Fußball gebracht werden muss und Miriam aus irgendeinem Grund nicht kann - schließlich hat Luke ja noch einen Vater. Beziehungsweise der eine neue Lebensgefährtin. Oder die Ex-Schwiegermutter ruft an, ihr Mann zeigt plötzlich seltsame Lähmungserscheinungen. Und die Ex selbst ist nicht erreichbar. Und ihre Tochter Nadja steht kurz vor dem juristischen Staatsexamen. Und sein Noch-Chef kommandiert ihn in die Firma zurück: höchste Dringlichkeitsstufe. Das muss man klären, das muss man organisieren, da muss man beweglich sein und ja, verdammt noch mal, lösungsorientiert! Sagt sich ein gutgelaunter Selbstausbeutungsartist noch dann, als er merkt, dass er die Bälle, die er in der Luft hat, nicht mehr auffangen wird.

Ursendung im Radio: 10.12.2017

Veröffentlichung: 05.10.2018
(Link zu Amazon)

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Candide oder Hoffnung lernen (Joachim Walther) RIAS / SDR 1982
Candide oder Hoffnung lernen (Joachim Walther) RIAS / SDR 1982

Regie: Manfred Marchfelder
Technische Realisierung: Hans Martin

Musik: Helge Jörns

82 Min.

Mit Bruno Ganz, Jutta Lampe, Angela Winkler, Hans Madin, Wolfgang Condrus, Lothar Blumenhagen, Otto Sander, Eric Vaessen, Peter Fitz, Holger Madin, Norbert Schwarz, Georg Tryphon, Georg Corten, Klaus Herm, Harry Wüstenhagen, Maren Kroymann, Uwe Müller, Erwin Schastok

Angelehnt an Voltaires großen satirischen Roman "Candide" hat Walther den Candide unserer Tage geschaffen, der, wo er auch hinkommt, die Menschen als mörderische Bestien erlebt. Dennoch läßt er sich die Hoffnung nicht nehmen.

Ursendung im Radio: 24.05.1982

Download bei DLF Kultur: 03.10.2018

Couscous und Röschti (Peter Weingartner) SRF 2012
Couscous und Röschti (Peter Weingartner) SRF 2012

Regie: Geri Dillier

Musik: Agnes Hunger und Julian Dillier

51 Min.

Mit Alte Anna: Margrit Bischof
Junge Anna: Martina Fähndrich
Ali: Philippe Graber
Rebekka: Rahel Erni
Kurt: Marcel Grüter
Pfarrer: Jörg Gilli
Offizier: Peter Fischli
Wachmann: Samuel Zumbühl
Bundesrat Minger: Daniel Kasztura

Ein hölzerner Stock mit feinen Schnitzereien erinnert die alte Anna an eine kurze Begegnung im Sommer 1940: Damals waren französische Soldaten im Dorf interniert, unter ihnen auch die dunkelhäutigen Spahis, nordafrikanische Soldaten aus den damaligen französischen Kolonien. Einer davon war Ali, und zu ihm hatte die 18-jährige Anna eine besondere Zuneigung. Die 90-jährige Anna erzählt ihrer Urenkelin Rebekka von dieser Zeit und von dieser Begegnung. In ihrem Tagebuch und in szenischen Rückblenden werden ihre Erinnerungen lebendig. Der Stoff zu diesem Hörspiel basiert auf historischen Gegebenheiten: Im luzernischen Dorf Triengen waren im Sommer 1940 rund 550 französische Soldaten interniert, darunter auch die nordafrikanischen Spahis. Zwischen der Dorfbevölkerung und den Internierten herrschte ein reger und freundlicher Austausch, an den man sich auch heute noch gern erinnert.

Download beim SRF: 01.10.2018

Dark Mysteries (17) Nicht öffnen - Winterzeit 2018
Dark Mysteries (17) Nicht öffnen - Winterzeit 2018

Regie: Patrick Holtheuer
Sounddesign: Markus Winter

Musik: Manuela Trutte, Michael Donner, WinterZeit, Markus Winter

Mit Jenna: Julia Fölster
Noélle: Florentine Draeger
Tante Lindsey: Kerstin Draeger
Chief Calahan: Tommi Piper
Robert Mundy: Hans ­Georg Panczak
Michael Warlock: Patrick Holtheuer
Vater: Bernd Rumpf

Leider liegen hier noch keine Angaben zum Inhalt vor.

Veröffentlichung: 05.10.2018
(Link zu Amazon)

Der dunkle Wald (Cixin Liu) WDR 2018
Der dunkle Wald (Cixin Liu) WDR 2018

Regie: Martin Zylka
Übersetzung: Karin Betz
Technische Realiation: Henning Schmitz

Bearbeitung: Martin Zylka
211 Min.

Mit Sebastian Rudolph, Andreas Fröhlich, Max Mauff, Nagmeh Alaei, Robert Gallinowski, Annika Schilling, Ilse Strambowski, Matthias Kiel, David Gerlach, Simon Kirsch, Eric Carter, Tanja Schleiff, Ulrike Krumbiegel, Hüseyin Michael Cirpici, Björn Jung, Simon Roden, Sona MacDonald, Lena Geyer, Tanja Seibt, Tom Zahner, Matthias Bundschuh, Torsten Peter Schnick, Verena Zimmermann, Carlos Lobo, Kilian Land, Andreas Grothgar, Walter Gontermann, Jasmin Schwiers, Thomas Gimbel, Santiago Ziesmer, Daniel Rothaug, Jean Luc Bubert, Dmitri Alexandrov, Charles Ripley, Renier Baaken, Martin Bross, Ernst-August Schepmann, Walter Renneisen, Martin Groß

Kann sich die Menschheit gegen feindlich gesinnte Außerirdische zur Wehr setzen? Das Hörspiel nach dem internationalen Science-Fiction-Bestseller von Cixin Liu steigt ein in den Kampf ums Überleben.

Die Menschheit bereitet sich auf das Eintreffen der Trisolarier vor. Es steht nicht weniger auf dem Spiel als der Fortbestand der gesamten Spezies Mensch, denn die Trisolarier suchen nach einem neuen Planeten für ihre Zivilisation. Dass die Trisolarier schon jetzt Zugriff auf sämtliche Daten der Menschheit haben, erschwert die Vorbereitungen des Verteidigungskampfes. Das einzige, das ihnen noch verschlossen bleibt, sind Gedanken. Deswegen ruft der Planetenverteidigungsrat - die ehemalige UN - das Projekt der Wandschauer ins Leben: Vier sorgfältig international ausgewählte Personen sollen versuchen, ausschließlich in Gedanken einen Plan zu entwickeln, wie die Menschheit dem Vernichtungsschlag der Trisolarier entgehen kann. Einer der Wandschauer ist Luo Ji. Er hat sich in seinem Leben noch nicht durch viel hervorgetan, außer durch die Begründung der Kosmosoziologie, der Soziologie der Aliens. Und dennoch scheint Luo Ji die einzige Gefahr für die Trisolarier darzustellen, die von der Erde ausgeht.

Nach "Die drei Sonnen" erzählt die aufwändige WDR-Hörspieladaption "Der dunkle Wald" von den nächsten Konflikten zwischen Aliens und Menschheit, vom Austausch zwischen Naturwissenschaft und Parapsychologie und von den Kernfragen des Zusammenlebens.

Ursendung im Radio: 01.10.2018

Download beim WDR: 01.10.2018

Der nasse Fisch (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018
Der nasse Fisch (Volker Kutscher) rbb / WDR / RB 2018

Regie: Benjamin Quabeck
Holger Rink, Lina Kokaly, Martina Müller-Wallraf, Jens Jarisch

Bearbeitung: Thomas Böhm
Musik: Verena Guido, WDR-Funkhausorchester

ca. 220 Min.

Mit Ole Lagerpusch, Peter Lohmeyer, Alice Dwyer, Marlon Kittel, Ulrich Noethen, Sebastian Blomberg, Udo Schenk, Peter Sattmann, Josef Heynert, Fabian Busch, Uli Pleßmann, Reiner Schöne, Yu Fan, Pjotr Olev, Fjodor Olev, Thomas Böhm, Rainer Strecker, Lars Rudolph, Manuel Harder, Denis Moschitto, Meret Becker, Anna-Maria Arkona, Ulrike Krumbiegel, Andreas Hoppe, Andreas Helgi Schmid, Heidrun Bartholomäus, Wilfried Hochholdinger, Steffi Kühnert, Steffen "Shorty " Scheumann, Stefan Kaminski, Joachim Paul Assböck, Oliver Bröcker, Hansjürgen Hürrig, Timo Weisschnur, Uwe Ochsenknecht, Esther Hafner, Thorsten Merten, Henning Nöhren, Matti Krause, Gerd Grasse


Peter Lohmeyer, Peter Sattmann, Alice Dwyer, Ole Lagerpusch und Udo Schenk; Bild: Radio Bremen/Ali Ghandtschi

1929: Gereon Rath ist von Köln nach Berlin versetzt worden. Als Mord-Ermittler wurde er in der Domstadt untragbar, die Berliner Polizei ermöglicht ihm einen Neuanfang, allerdings nur bei der "Sitte". Der Ton in Berlin ist rau – und auch hier verfolgen den ehrgeizigen Kommissar Dämonen aus seinem früheren Leben. Gleich bei seinem ersten Einsatz in der Hauptstadt wird geschossen und Rath auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Seine Kollegen von der "Mord" fischen derweil einen Toten aus dem Landwehrkanal. Da kann Rath noch nicht ahnen, wie sehr ihn diese Leiche, die nicht die einzige bleibt, noch beschäftigen wird. Er stellt Ermittlungen auf eigene Faust an, lernt die attraktive und selbstbewusste Charly Ritter von der Mordkommission kennen, verscherzt es sich aber auch mit ihr. Seine Recherchen führen ihn quer durch das Berliner Nachtleben, ins Russen-Milieu, hinein in die Berliner Unterwelt – immer undurchsichtiger und verstrickter wird der Fall. Und irgendwo soll in Berlin noch ein legendärer Goldschatz im Wert von 80 Millionen Reichsmark aus der Zarenzeit versteckt sein. Rath muss ausloten, wem er vertrauen kann – in Berlin hat jeder eigene Interessen, offensichtlich auch die Kollegen der Polizei.

Der Autor der Buchvorlage Volker Kutscher, geboren 1962, hat mit der Krimi-Reihe um Gereon Rath mehrere Bestseller geschaffen. Der erste Fall der Gereon Rath-Romane wurde für das Fernsehen als "Babylon Berlin" (eine Produktion von X Filme Creative Pool, ARD Degeto, Sky und Beta Film mit Förderung durch den Medienboard Berlin-Brandenburg, Creative Europe Media, die Film- und Medienstiftung NRW sowie dem German Motion Picture Fund) für die ARD und Sky von Tom Tykwer und anderen mit prominenter Besetzung aufwändig verfilmt und erhielt 2018 den Grimme-Preis.

Ursendung im Radio: 22.10.2018

Download bei Bremen Zwei: 30.09.2018

Die Körperdetektive (2) Die Körperdetektive und der dunkle Hirte - headquarter media 2015
Die Körperdetektive (2) Die Körperdetektive und der dunkle Hirte - headquarter media 2015

Regie: Johanna Steiner

Musik: Martin Kelly

Mit Erzähler / Appendix: Heinz Hoenig
Lutz: Valentin Stilu
Sunny: Julia Stöpel
Pepe: Elias Emken
Omni / Kinderärztin: Gabriele Blum
Steuermann: Bernd Moss
Tom: Lenio Amory Einbeck
Toms Mutter: Ana Purwa
Dünndarm-Chef: Michael Iwanek
Manuel: Luca Dombrowski
Bratze: Sebastian Schröder
Krasso: Oliver Gies
MC Spack: Lukas Teske
Checker: Jan Bürger
Dr. Rink: Otto Strecker
Enzym / Chirurg: Christian Intorp
Magen-Chef: Robert Frank

Hohes Fieber und schlimme Schmerzen machen Tom zu schaffen - und damit auch den Körperdetektiven... aber egal wen sie fragen, keiner kann ihnen sagen, was die Ursache ist. Ihre Hoffnung auf Hilfe durch einen alten Bekannten wandelt sich jäh in Schrecken und für Tom wird es verdammt gefährlich...

Veröffentlichung: 21.08.2015 (Link zu Amazon)

Veröffentlichung im Podcast der Lauscherlounge: 21.08.2015 

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Die schwarze Sonne (17) Hölle auf Erden - Lausch / maritim 2017
Die schwarze Sonne (17) Hölle auf Erden - Lausch / maritim 2017





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Veröffentlichung: 05.10.2018 (Link zu Amazon)

Dr. med. R. Clavadetscher, prakt. Arzt (Hans Karl Müller) DRS 1974
Dr. med. R. Clavadetscher, prakt. Arzt (Hans Karl Müller) DRS 1974

Regie: Hans jedlitschka

84 Min.

Mit Paul Bühlmann, Margrit Rainer, Bella Neri, Walter Andreas Müller,Inigo Gallo, Flavia Schnyder, Sibylle Courvoisier,Eduard Huber, Gregor Vogel

Seit den idyllisch anmutenden Tagen eines "Dr. Hilfiker" in den frühen Fünfziger- und denjenigen von "Dr. med. Clavadetscher" in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich manches verändert. Hausbesuche finden kaum noch statt und die Kosten im Gesundheitswesen explodieren.

Download bei der SRF Musikwelle: 01.10.2018 - 31.10.2018 - Danach als Streamingangebot

Dreamland Grusel (36) Galgendorf - Dreamland Productions 2018
Dreamland Grusel (36) Galgendorf - Dreamland Productions 2018


Bearbeitung: Kerstin Draeger, Sascha Draeger, Andreas Fröhlich, u. v. a.

Ein neuer Fall für Tom und Nina steht an:
Ein junges Mädchen bittet die beiden um Hilfe, denn ihr Vater ist nach einer Geschäftsreise spurlos verschwunden.
Ist er Opfer eines Verbrechens geworden? Da trifft es sich gut, dass der Vater in der Nähe jenes Ortes verschwunden ist, an dem die beiden Jungdetektive die Aufsicht über ein Ferienlager übernommen haben.
Als die Teenager des Feriencamps immer wieder von mysteriösen Vorkommnissen im Wald und einem Monster sprechen, machen sich die beiden auf, um die Geschehnisse aufzuklären. Sie stoßen auf ein Geisterdorf und geraten selbst in große Gefahr, als eine Bestie Jagd auf sie macht. Die Bestie vom Galgendorf

Veröffentlichung: 01.10.2018
(Link zu Amazon)

FUX gewinnt 4/3<br>In welchem FUX, nachdem sie zwei Monate lang Gewinnspiele gespielt, etwas gelernt und daraus ein Theaterstück gemacht haben, nun in einem Hörspiel darauf zurückblicken (FUX) DLF Kultur 2017
FUX gewinnt 4/3
In welchem FUX, nachdem sie zwei Monate lang Gewinnspiele gespielt, etwas gelernt und daraus ein Theaterstück gemacht haben, nun in einem Hörspiel darauf zurückblicken (FUX) DLF Kultur 2017

Regie: Stephan Dorn, Falk Rößler, Nele Stuhler
Ton: Andreas Stoffels

54 Min.

Mit Lisa Hrdina, Anton Weil, Bernd Hörnle, Stephan Dorn, Falk Rößler, Nele Stuhler

Zwei Monate lang haben die Performer von FUX ihr Glück in die Hand genommen und Kreuzworträtsel gelöst, an Fernsehquizshows teilgenommen, Kindermalwettbewerbe unterwandert, Dosen umgeworfen und auf Pferde gesetzt. "Ich habe einen Eierkocher gewonnen! Und was noch schöner ist: alle anderen nicht!" Das Hörspiel zeigt einen Selbstversuch und fragt: Welchen Glücksversprechen sitzen wir auf? Was geschieht mit Erlebnissen und Objekten, wenn man mit ihnen Theater spielt?

Ursendung im Radio: 16.10.2017

Download beim DLF Kultur: 01.10.2018

Homo Faber (Max Frisch) hr / der hörverlag 2018
Homo Faber (Max Frisch) hr / der hörverlag 2018

Regie: Leonhard Koppelmann

Bearbeitung: Heinz Sommer
Musik: Jörg Achim Keller, hr-Bigband

ca. 420 Min.

Mit Ueli Jäggi, Matthias Brandt, Eva Mattes, Paula Beer, Valery Tscheplanowa, Sascha Nathan, Clement Guyot, Victoria Sordo, Alejandro Ramòn Alonso, Carrie Getman, Gerd Wameling, John Julian, Yollette Thomas, Walter Hess, Peter Trabner, Manolo Palma, Jan Bluthardt, Joshua Wunder, Nisha Wunder


Matthias Brandt, Paula Beer; Bild: HR/Susann Schütz

Unter dem Eindruck der rasanten technischen Aufrüstung während des Zweiten Weltkrieges, und vor allem angesichts der beiden Atombomben-abwürfe über Hiroshima und Nagasaki, notiert Max Frisch Ende der 1940er Jahre in sein Tagebuch: »Wir können, was wir wollen, und es fragt sich nur noch, was wir wollen; am Ende unseres Fortschritts stehen wir da, wo Adam und Eva gestanden haben; es bleibt uns nur noch die sittliche Frage.« Bis 1957, als sein Roman Homo faber erscheint, hat sich die Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen noch einmal rasant beschleunigt. Der Titel meint dabei nicht nur die zentrale Figur des Romans, sie ist ein feststehen-der anthropologischer Begriff: Als »Homo Faber« bezeichnet man seit der Antike den Menschen als werkzeugmachendes Wesen. Bevor Frisch Schrift-steller wurde, arbeitete er als Architekt, unter dem Eindruck dieses in großen Teilen technischen Berufs, konstatiert Frisch, »der moderne Mensch [lebe] an sich selbst vorbei und [ergebe] sich dabei der Machbar-keitseuphorie der Technik. Sein tiefstes Wesen und sein Schicksal geraten ihm dabei aus dem Blick, menschliche Beziehungen und Kommunikation unterwerfen sich dem Diktat der Naturwissenschaften.« Jetzt erkennt Frisch also nicht mehr nur ein moralisches Problem in einer zusehends durchtechnisierten Welt, sondern auch ein emotionales – der Mensch, der glaubt, das Leben nach den Gesetzen von Logik und Wissenschaft organi-sieren zu können, kommt sich zusehends selbst abhanden, er verliert sukzessive seine Kommunikationsmöglichkeiten, seine Empathiefähigkeit sowie das Bewusstsein für die eigenen Ängste und Sehnsüchte. In der kalten Sprache eines Berichts greift Frisch bereits vor etwa siebzig Jahren eine Sorge auf, die heute zwischen Twitter, WhatsApp und Facebook mehr und mehr zu unserem Alltag wird. Manche Sätze aus Homo faber klingen dabei fast schon wie Statements eines gegenwärtigen, technikbegeisterten Blogs: Der Mensch als Beherrscher der Natur, und wer dagegen redet, der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat. Dann müsste man schon konsequent sein und jeden Eingriff ablehnen, das heißt: sterben an jeder Blinddarmentzündung. Weil Schicksal!

Die CD-Version enthält eine CD mit der Musik der HR-Bigband.

Vorstellung im OhrCast 80
Vorstellung im OhrCast 81

Ursendung im Radio: 19.05.2018

Veröffentlichung: 01.10.2018
(Link zu Amazon)

Huckleberry Finns Abenteuer (Mark Twain) DLR / SR / der hörverlag 2010
Huckleberry Finns Abenteuer (Mark Twain) DLR / SR / der hörverlag 2010

Regie: Alexander Schuhmacher
Übersetzung: Andreas Nohl
Redaktion: Stefanie Hoster
Technische Realisierung: Jean Szymczak, Andreas Stoffels
Regieassistenz: Christoph Richter

Musik: Hank Shizzoe

278 Min.

Mit Patrick Güldenberg, Kostja Ullmann, Bernhard Schütz, Reinhart Firchow, Gabriele Blum, Rik DeLisle, Wyn Laurids Engeholm, Moritz Maschefski, Barbara Philipp, Friedhelm Ptok, Paul Schmidt-Branden, Max Schwarz, Nina Weniger


Patrick Güldenberg; Bild: Deutschlandradio / Philip Glaser

"Tom und ich fanden Geld, das Räuber in einer Höhle versteckt hatten, und wir waren mit einem Schlag reich. Die Witwe Douglas nahm mich als ihren Sohn an und wollte mich zivilisieren." Aber das ist nichts für Huck Finn. Überhaupt bringt ihm der Reichtum kein Glück, denn plötzlich taucht sein brutaler Vater wieder auf und fordert Geld für seine Sauferei. Jetzt wird es ernst und viel gefährlicher als alle Spiele mit Tom Sawyers Räuberbande. Zwar weiß Huck das Geld in Sicherheit, aber der alte Finn verfolgt seinen Sohn und entführt ihn schließlich in eine einsame Blockhütte. Huck gelingt eine abenteuerliche Flucht. Alle glauben, er sei ermordet.
Huckleberry Finn und der alte Negersklave Jim, den alle für Hucks Mörder halten, sind gemeinsam auf der Flucht stromabwärts. Für keinen gibt es einen Weg zurück. Jim weiß, als entlaufener Sklave würde er von Miss Watson sofort in den Süden verkauft werden. "Er war ein ziemlich schlauer Kopf für einen Nigger", findet Huck, der mit ihm bis in die Freiheit nach Cairo an der Ohio-Mündung kommen will. Aber in der Nacht wird ihr Floß von einem Flussdampfer gerammt und zerstört. Huck überlebt knapp und sucht in der Finsternis vergeblich nach Jim. Schließlich findet er Zuflucht bei Oberst Grangerford und erlebt dort ein blutiges Familiendrama, an dem er nicht ganz unschuldig ist.
Huck hat Jim wiedergefunden, der sich und das Floß gerettet hat. Sie treiben wieder auf dem Mississippi. Auf ihrer gefährlichen Reise geraten sie an falsche Könige und echte Betrüger. Mit den bühnenreifen Einfällen der Gauner könnte man sogar gemeinsam durchkommen. Jim wird von ihnen versteckt, als hätten sie ihn gefangen, um das Kopfgeld für den gesuchten Negersklaven zu kassieren. Als sie zufällig auf eine Trauergemeinde stoßen, entdecken sie eine Geldquelle und inszenieren ihren größten Coup. Sie geben sich als Verwandte des Toten aus und erschleichen sich das Vertrauen der drei jungen Erbinnen.
Jim ist verschwunden. Huck findet heraus, dass Jim auf der Farm der Familie Phelps gefangen ist. Dort wird Huck freundlich aufgenommen, weil man ihn für Tom Sawyer hält, dessen Besuch Tante Polly angekündigt hatte. Als Tom auftaucht und den längst totgeglaubten Freund Huck wiedererkennt, verbünden sich die Jungen, um den alten Jim zu befreien. Die Aktion will "mit Stil" durchgeführt werden. Tom weiß das aus Büchern wie dem "Don Kischote". Er nimmt sofort die Planung in die Hand und sorgt damit für ungeahnte Abenteuer.
Tom Sawyer und Huckleberry Finn treffen sich auf der Farm der Familie Phelbs. Gemeinsam wollen die Jungen den alten Nigger Jim befreien. Die Aktion will "mit Stil" durchgeführt werden. Tom weiß das aus Büchern wie dem "Don Kischote". Er nimmt sofort die Planung in die Hand und sorgt damit für ungeahnte Abenteuer.

Mark Twains weltberühmter Roman von 1876 reflektierte Erfahrungen der eigenen Jugend am Mississippi. Ungewöhnlich durch die Alltagssprache, den Witz und den Realismus sind seine Bücher und ihre Helden bis heute lebendig geblieben. Andreas Nohls Neuübersetzung war der Anlass für unser Hörspiel.

hoerspielTIPPs.net:
Mit "Tom Sawyer & Huckleberry Finn" bringt der hörverlag die beiden Hörspielneuproduktionen des Deutschlandradio Kultur "Tom Sawyers Abenteuer" (Co-Produktion mit dem SR) und "Huckleberry Finns Abenteuer" in einer Box auf dem Markt. Inhaltlich passt das natürlich prima, da beide Geschichten ja nicht nur von den gleichen Personen erzählen, sondern auch aufeinander aufbauen.

Formal unterscheiden sich aber beide Fassungen, die jeweils auf den Neuübersetzungen von Andreas Nohl beruhen, doch schon etwas. Während man dem Abenteuer von Huckleberry Finn gleich vier CDs gönnt, muss sich Tom Sawyer mit einer begnügen. Auch der Erzählstil weicht ab, denn Tom Sawyers Erlebnisse werden aus dem Blick eines neutralen Erzählers geschildert, Huckleberry Finn bringt seine Gechichte selbst zu Gehör. Dafür arbeitet man aber in der Umsetzung, angefangen vom Ensemble, bis zu besonderen Stilmitteln und der Untermalung identisch, so dass die Geschichte insgesamt doch aus einem Guss wirkt.

Tom Sawyers Abenteuer ist in dieser dichten Form recht temporeich, wirkt aber zu keinem Zeitpunkt gehetzt. Als reines Abenteuerhörspiel genügt der Umfang dem Thema völlig. Das Abenteuer von Huckleberry Finn bietet da mehr, um auch hier in die Breite gehen zu können. Man nimmt vieles der Vorlage auf und erzählt auch Episoden ausführlich, die in anderen Umsetzungen wenn überhaupt, nur am Rande behandelt werden. Dazu kommt, dass durch die Neuübersetzung man auch dichter an Mark Twains Sprache ist. Das dürfte für denjenigen, der tief in die Erzählwelt des Autors eintauchen möchte, insofern eine nahezu ideale Fassung sein. Wer es lieber etwas rasanter mag, der sollte auf die ebenfalls sehr empfehlenswerte Produktion des SWR ausweichen, die ebenfalls beim hörverlag erschienen ist.

Bei der Realisation des Hörspiels setzt sich die Detailtreue fort. Hier lässt man auch kleinste Nebenrolle zu Wort kommen, statt diese im Erzähltext einzuabeiten. Das bedingt ein umfangreiches Ensemble, das zu dem hier auch noch erstklassig besetzt ist. Die Hauptrollen übernehmen Patrick Güldenberg und Kostja Ullmann. Dabei hat Güldenberg den deutlich größten Anteil, da er im zweiten Teil ja zusätzlich auch noch die Erzählerrolle stemmen muss. Die Leistungen sind durch die Bank authentisch, was auch den guten und glaubwürdigen Dialogen geschuldet ist.

Neben einer soliden Geräuschkulisse bringt vor allem die musikalische Untermalung viel Flair in diese Produktion. "The Ambrosius Stompers", hinter denen sich die Musiker Daniel Cordes, Jakob Diehl, Jan Budweis und Jo Ambros verbergen, sorgen hier für den sehr stimmigen Sound, der sehr gut ins historische Klischee passt.

Wer von Tom Sawyers und insbesondere Huckleberry Finns Abenteuer umfassend erzählt bekommen möchte, dem kann ich diese Hörspielfassung nur ans Herz legen. Nah an der Vorlage, stimmig um- und erstklassig besetzt, lässt diese Produktion keine Wünsche offen.

Ursendung im Radio: 10.03.2010

Veröffentlichung: 09.03.2010
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Download bei DLF Kultur: 1.10.2018

Letzte Rose (Herbert Asmodi) mdr 1997 / Zyx 2018
Letzte Rose (Herbert Asmodi) mdr 1997 / Zyx 2018

Regie: Hans Rosenhauer
Technische Realisierung: Holger König, Hans Blache

47 Min.

Mit Marylu Poolman, Cornelius Obonya, Gerd Baltus, Axel Thielmann, Walter Jäckel

Wieder einmal wollen Marco und Schwager Luigi ihre schon oft erprobte Nummer abziehen. Reichtümer hat die ihnen bisher nicht eingebracht, jedoch manches (nicht ganz freiwillige) Geschenk zur Aufbesserung ihres allzu schmalen Familienbudgets. Heute nacht soll die häßliche, steinreiche Miß Bronstein dran glauben, die dieses zweitklassige Hotel mit ihrer Anwesenheit beehrt. Was bisher alle Ausländerinnen von Marco - Hotelkellner und Prachtexemplar eines Südländers- wollten, das erwartet mit Sicherheit auch sie von ihm: mediterranen, lustvollen Sex. Marcos Libido ist zwar auf Tauchstation gesunken, dennoch ist gnadenlose Pflichterfüllung angesagt. - Für den einen im und den anderen unterm Hotelbett. Nichts ahnen die beiden indes von Miß Bronsteins Allwissenheit, und sie wiederum nichts von der Allgegenwärtigkeit des FBI.

Ursendung im Radio: 06.03.1998

Veröffentlichung: 05.10.2018
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Monolog eines Radfahrers (Uwe Dick) BR 1985
Monolog eines Radfahrers (Uwe Dick) BR 1985

Regie: Michael Peter

53 Min.

Mit Uwe Dick

Eine Radlfahrt auf seiner Hausstrecke zwischen Wasserburg und Rosenheim nimmt Uwe Dick zum Anlass, in Assoziationsketten Kindheitserinnerungen, Landschaftsimpressionen und Betrachtungen zur Literatur aneinanderzureihen. Gelegentlich kommen ihm auch wütende Attacken auf die autofahrenden Rowdys der Landstraße dazwischen, denen der genervte Radfahrer in zornigen Vernichtungsträumen den Garaus macht. Ähnliches werden viele Radfahrer schon gedacht, aber sicher nur selten so witzig und selbstironisch formuliert haben. Insofern haben Uwe Dicks Gedankenströme, Sprachspiele und Rachepläne nichts von der eindimensionalen Wucht der kochenden Volksseele.

Der bayerische Autor Uwe Dick ist ein eigenwilliger, widerborstiger Sprachaufwühler, den Kritiker in einem Atemzug mit Karl Kraus und Arno Schmidt genannt haben. Er selbst sieht sich als "poeta non grata im Reich der Duckdeutschen". Seinen Monolog eines Radfahrers hat er als "Überlebensprosa" bezeichnet: Wer könnte ihn besser sprechen als er selbst?

Download beim BR: 28.09.2018

Ovalaroma (Markus Popp) SWR 2018
Ovalaroma (Markus Popp) SWR 2018

Regie: Markus Popp
57 Min.


Musik und Parfum haben viele strukturelle und atmosphärische Gemeinsamkeiten. Beide werden aufwendig konstruiert, aber sinnlich erfahren. Sie sind ein komplexes Arbeitsfeld für versierte Spezialisten, ihre Ergebnisse sind jedoch hoch emotional und suggestiv. Beide nutzen neueste Technik und Verfahren, aber ihre Wirkung und Wahrnehmung sind extrem subjektiv. Ihr Zauber verflüchtigt sich rasch im Raum, aber sie beschäftigen und begleiten uns, manchmal für viele Jahre.

"Ovalaroma" ist der Versuch der Fusion von Parfum und Musik in Form eines Hörspiels. Es extrahiert puren akustischen Duft aus dem Dreigestirn von Musik, Text und synästhetischer Chemie - ein vielschichtiges olfaktorisches Erlebnis aus Kopf-, Herz- und Basisnote.

Ursendung im Radio: 02.10.2018

Download beim SWR: 02.10.2018

Papa, Charly hat gesagt… (Div.) NDR / SWF / SR / hr / RIAS 1971 - 1984 / der hörverlag 2018
Papa, Charly hat gesagt… (Div.) NDR / SWF / SR / hr / RIAS 1971 - 1984 / der hörverlag 2018



350 Min.

Mit Gert Haucke, Peter Heeckt

„Papa, Charly hat gesagt“ ist die vielleicht erfolgreichste Hörspiel-Reihe der vergangenen 50 Jahre. Gestartet 1971 machte sie Gert Haucke zu einem Radio-Star. Es gab kaum ein Thema, das Haucke als Vater und Sohn Peter Heeckt nicht diskutierten: Arm und Reich, Frauen, Popmusik, Fußball, Ausländerpolitik, Auto, Antibabypille: Der Vater zog gegen die entwaffnende Logik des Sohns stets den Kürzeren – und der Witz der Serie trug entscheidend zur Entwicklung der nachdenklichen Bundesrepublik bei.

Veröffentlichung: 01.10.2018
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Pinocchio (Thilo Reffert nach Carlo Collodi) DLR 2014 / der hörverlag 2018
Pinocchio (Thilo Reffert nach Carlo Collodi) DLR 2014 / der hörverlag 2018

Regie: Götz Naleppa
Dramaturgie: Christina Schumann

Musik: Frieder Butzmann

53 Min.

Mit Jens Wawrczek, Leo Knizka, Ulrich Noethen, Mandy Rudski, Lyonel Holländer, Udo Kroschwald, Matthias Walter, Markus Meyer, Götz Naleppa

Am Ende der Feenausbildung muss jede Schülerin eine Prüfung ablegen. Sie muss ein Wunder vollbringen - und einen Menschen glücklich machen. In der Werkstatt des alten Puppenbauers Gepetto versucht eine junge Fee ihr Gesellenstück. Aber es klappt nicht so recht. Nur eine frisch geschnitzte Puppe wird lebendig und ist ein rechter Holzkopf. Rennt durch die Welt, vertraut Gaunern, schwänzt die Schule und läßt sich von einem Wal verschlingen. Und doch hat sein Vater, der alte Gepetto ihn lieb. Als sich die drei nach vielen Umwegen in der Werkstatt des Puppenbauers wiedertreffen, beschließen sie zusammenzubleiben. Ein alter Zausel, eine gescheiterte Fee und eine Holzpuppe, die spricht. Eine kleine, schräge Familie.

Ursendung im Radio: 25.12.2014

Veröffentlichung: 01.10.2018
(Link zu Amazon)

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Schon Zeit (Juliane Stadelmann) WDR 2016
Schon Zeit (Juliane Stadelmann) WDR 2016

Regie: Petra Feldhoff
54 Min.


Der Job die Hölle, der Mann ein Griff ins Klo, der Sohn in die Parallelwelt seines Computers abgetaucht: Gittchens Alltag zwischen Pflegedienst und Hausfrauen-Mutter-Pflichten ist eine Tretmühle, aus der ein Ausbruch unmöglich scheint.

Aber Gittchen ist nicht bereit, sich bis zum Letzten aufzuopfern. Stoisch trotzt sie der alltäglichen Überforderung. Intensives Einreden auf Patienten im Wachkoma oder auf Demenzkranke ersetzen ihr das Gespräch mit Freundin oder Partner. Die Zigarette auf dem Nachhauseweg gibt ihr ein Stück verlorener Freiheit zurück. Eine Chance auf Abwechslung sieht sie, als sie den passionierten Hobbyjäger Roland, Sohn einer Patientin, kennenlernt. Sie geht mit ihm und seinen Freunden auf die Jagd, zeigt sich tough und unschockiert ob des brutalen Geschehens und des männlichen Gehabes. Leider reagiert Roland eher verschreckt auf ihre hemmungslose Art, und Gittchen erkennt, dass auch dieser Ausweg eine Sackgasse ist. Sie beschließt, dass die Schonzeit vorbei ist.

Ursendung im Radio: 23.10.2016

Download beim WDR: 29.09.2018


Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Schreckmümpfeli - Fremde in der Nacht (Stef Stauffer) SRF 2018
Schreckmümpfeli - Fremde in der Nacht (Stef Stauffer) SRF 2018

Regie: Myriam Zdini
Tontechnik: Mirjam Emmenegger

10 Min.

Mit Jeanne Devos, Klaus Brömmelmeier

Aufbruch zu neuen Horizonten

Ursendung im Radio: 01.10.2018

Download beim SRF: 01.10.2018

Sherlock Holmes Chronicles (56) Die Akte Ludwig II - Winterzeit 2018
Sherlock Holmes Chronicles (56) Die Akte Ludwig II - Winterzeit 2018


Die Reihe SHERLOCK HOLMES CHRONICLES wurde im April 2012 mit der Folge „Die Moriarty-Lüge“ gestartet. Dieser erste Fall entstand nach einem beim BLITZ-Verlag erschienenen Roman des 1948 in Steyr (Österreich) geborenen Schriftstellers J.J. Preyer. Für die Titelrolle konnte der bekannte Synchronsprecher Till Hagen (feste Synchronstimme vom zweimaligen Oscar-Preisträger Kevin Spacey) gewonnen werden. Seinen Sidekick Dr. Watson spricht der erfahrene Kölner Schauspieler und Hörbuch-Interpret (u.a. Perry Rhodan) Tom Jacobs.

Veröffentlichung: 05.10.2018
(Link zu Amazon)

Tom Sawyers Abenteuer (Mark Twain) DLR / SR / der hörverlag 2010
Tom Sawyers Abenteuer (Mark Twain) DLR / SR / der hörverlag 2010

Regie: Alexander Schuhmacher
Übersetzung: Andreas Nohl
Redaktion: Stefanie Hoster
Technische Realisierung: Jean Szymczak, Andreas Stoffels
Regieassistenz: Christoph Richter

Bearbeitung: Alexander Schuhmacher
Musik: The Ambrious Stompers

78 Min.

Mit Kostja Ullmann, Patrick Güldenberg, Rik DeLisle, Ulrich Noethen, Verena von Behr, David Reibel, Yannik Lazai, Tonio Arango, Andreas Schmidt, Matthias Walter, Simon Boer, Maximilian von Pufendorf, Hanna Matejka, Leslie Malton, Reiner Schöne, Jörg Petzold, Reinhart Firchow, Max Schwarz, Wyn Laurids Engeholm, Nina Weniger, Friedhelm Ptok, Siemen Rühaak, Michael Hanemann, Hans Diehl, Nicole Kleine, Frank Pohl, Alexander Schuhmacher, Silke Hennig, Luca Hennig, Lina Hennig, Oliver Ernst, Nora Wicke, Silvia Vormelker, Thomas Hecker, Grit Hennig, Daniela Rupprechter, Hannah Röbisch, Lisbeth Röbisch, Bernhard Schütz, Reinhart Firchow, Gabriele Blum, Rik DeLisle, Wyn Laurids Engeholm, Moritz Maschefski, Barbara Philipp, Friedhelm Ptok, Paul Schmidt-Branden, Max Schwarz, Nina Weniger


Kostja Ullmann (Tom), Alexander Schuhmacher(Regie); Bild: Deutschlandradio / Philip Glaser

Mitte des 19. Jahrhunderts in der Kleinstadt St. Petersburg am Mississippi. Tom Sawyer ist Waise und lebt bei seiner Tante Polly. Zusammen mit seinem neuen Freund Huckleberry Finn, der am Rande der Stadt in einer Tonne haust und seltsame Geheimnisse kennt, träumt er von großen Abenteuern. Tom Sawyer und Huckleberry Finn sind vielleicht das berühmteste Freundespaar der Weltliteratur, ihre Abenteuer am Mississippi haben Generationen von meist jugendlichen Lesern mitfiebern lassen. Mark Twains Roman ist als Jugendbuch berühmt geblieben, war aber wegen seiner Sozialkritik ursprünglich an erwachsene Leser gerichtet. Aber Twains Roman "Tom Sawyers Abenteuer", der 1876 erschien, und seine Fortsetzung "Huckleberry Finn" (1884) waren in ihrer Sozialkritik vor allem an die erwachsenen Leser gerichtet: "Mit Tom Sawyer begründete Twain jenen neuen Typ des Entwicklungsromans, der sich scharf mit der Heuchelei und Verlogenheit der Gesellschaft auseinandersetzte" (Kindlers Lexikon der Literatur). Anlässlich des 100. Todestages von Mark Twain erscheinen "Tom Sawyers Abenteuer" in einer Neuübersetzung, auf der auch diese Hörspielfassung beruht.

hoerspielTIPPs.net:
Mit "Tom Sawyer & Huckleberry Finn" bringt der hörverlag die beiden Hörspielneuproduktionen des Deutschlandradio Kultur "Tom Sawyers Abenteuer" (Co-Produktion mit dem SR) und "Huckleberry Finns Abenteuer" in einer Box auf dem Markt. Inhaltlich passt das natürlich prima, da beide Geschichten ja nicht nur von den gleichen Personen erzählen, sondern auch aufeinander aufbauen.

Formal unterscheiden sich aber beide Fassungen, die jeweils auf den Neuübersetzungen von Andreas Nohl beruhen, doch schon etwas. Während man dem Abenteuer von Huckleberry Finn gleich vier CDs gönnt, muss sich Tom Sawyer mit einer begnügen. Auch der Erzählstil weicht ab, denn Tom Sawyers Erlebnisse werden aus dem Blick eines neutralen Erzählers geschildert, Huckleberry Finn bringt seine Gechichte selbst zu Gehör. Dafür arbeitet man aber in der Umsetzung, angefangen vom Ensemble, bis zu besonderen Stilmitteln und der Untermalung identisch, so dass die Geschichte insgesamt doch aus einem Guss wirkt.

Tom Sawyers Abenteuer ist in dieser dichten Form recht temporeich, wirkt aber zu keinem Zeitpunkt gehetzt. Als reines Abenteuerhörspiel genügt der Umfang dem Thema völlig. Das Abenteuer von Huckleberry Finn bietet da mehr, um auch hier in die Breite gehen zu können. Man nimmt vieles der Vorlage auf und erzählt auch Episoden ausführlich, die in anderen Umsetzungen wenn überhaupt, nur am Rande behandelt werden. Dazu kommt, dass durch die Neuübersetzung man auch dichter an Mark Twains Sprache ist. Das dürfte für denjenigen, der tief in die Erzählwelt des Autors eintauchen möchte, insofern eine nahezu ideale Fassung sein. Wer es lieber etwas rasanter mag, der sollte auf die ebenfalls sehr empfehlenswerte Produktion des SWR ausweichen, die ebenfalls beim hörverlag erschienen ist.

Bei der Realisation des Hörspiels setzt sich die Detailtreue fort. Hier lässt man auch kleinste Nebenrolle zu Wort kommen, statt diese im Erzähltext einzuabeiten. Das bedingt ein umfangreiches Ensemble, das zu dem hier auch noch erstklassig besetzt ist. Die Hauptrollen übernehmen Patrick Güldenberg und Kostja Ullmann. Dabei hat Güldenberg den deutlich größten Anteil, da er im zweiten Teil ja zusätzlich auch noch die Erzählerrolle stemmen muss. Die Leistungen sind durch die Bank authentisch, was auch den guten und glaubwürdigen Dialogen geschuldet ist.

Neben einer soliden Geräuschkulisse bringt vor allem die musikalische Untermalung viel Flair in diese Produktion. "The Ambrosius Stompers", hinter denen sich die Musiker Daniel Cordes, Jakob Diehl, Jan Budweis und Jo Ambros verbergen, sorgen hier für den sehr stimmigen Sound, der sehr gut ins historische Klischee passt.

Wer von Tom Sawyers und insbesondere Huckleberry Finns Abenteuer umfassend erzählt bekommen möchte, dem kann ich diese Hörspielfassung nur ans Herz legen. Nah an der Vorlage, stimmig um- und erstklassig besetzt, lässt diese Produktion keine Wünsche offen.

Ursendung im Radio: 06.03.2010

Veröffentlichung: 09.03.2010
(Link zu Amazon)

Download bei DLF Kultur: 01.10.2018 

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Unterleuten (Juli Zeh) rbb / NDR / der hörverlag 2018
Unterleuten (Juli Zeh) rbb / NDR / der hörverlag 2018

Regie: Judith Lorentz
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Ton: Peter Avar
Schnitt: Venke Decker
Assistenz: Beate Sigrid Becker
Besetzung: Jutta Schnirch

Bearbeitung: Judith Lorentz
Musik: Lutz Glandien

ca. 330 Min.

Mit Jaecki Schwarz, Hilmar Eichhorn, Tanja Wedhorn, Moritz Grove, Bettina Kurth, Wolfram Koch, Udo Wachtveitl, Ulrike Krumbiegel, Swetlana Schönfeld, Winnie Böwe, Axel Prahl, Lisa Hrdina, Boris Aljinovic, Martin Seifert, Rubi Lorentz, Jördis Triebel, Alexander Khoun, Steffi Kühnert, Michael Rotschopf, Marc Hosemann, Anna Böttcher, Steffen „Schortie“ Scheumann, Ernst Georg Schwill, Carl Heinz Choynski, Axel Werner, Malina Ebert, Christoph Gawenda, Thomas Fränzel, Mandy Rudski, Milan Peschel, Peter Galle, Erhard Grundmann


Udo Wachtveitl, Tanja Wedhorn, Axel Prahl, Peter Avar, Judith Lorentz, Bild: rbb / Anja Schäfer

Ein Dorf in der Prignitz, weit im Nordwesten Brandenburgs. Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch. Felder, Sand und brandenburgischer Himmel, schützenswerte Vogelarten, alteingesessene Bauern und zugezogene Großstädter, Pragmatiker und Naturromantiker. Doch das Idyll trügt. Als ein Investmentunternehmen im Dorf den Bau eines Windparks plant, weckt das Begehrlichkeiten. Denn auf wessen Grund und Boden soll er stehen, der profitable Windpark? Beim Kampf um den Zuschlag brechen alte Wunden wieder auf und neue werden geschlagen. „Unterleuten“ ist ein Dorf, wie Dörfer eben sind. Hier kennt jeder jeden. Und jeder hat mit jedem so seine Deals und mancher mit manchem – noch von vor langer Zeit – ein paar Hühnchen zu rupfen...

Downloadmöglichkeit ab 3.10.2018 bei rbb kultur
CD-Veröffentlichung beim hörverlag ab 20.10.2018

Ursendung im Radio: 03.10.2018

Veröffentlichung: 22.10.2018
(Link zu Amazon)

Download bei rbb Kulturradio: 22.10.2018

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Wenn der Kuckuck zweimal ruft (Peter Jacoby) DLF Kultur 2018
Wenn der Kuckuck zweimal ruft (Peter Jacoby) DLF Kultur 2018

Regie: Beatrix Ackers
Bearbeitung: Leo Knizka, Felix von Manteuffel, Stefan Kaminski, Friederike Kempter, Nico Holonics, Christoph Gawenda, Leonie Rainer, Brigitte Grothum, Wilfried Hochholdinger, Antonia Zschiedrich, Lily Kottkamp, Tilda Jenkins
Musik: Sabine Worthmann

53 Min.


Ben ist elf Jahre alt und hat große Pläne: er will Fußballprofi werden, oder Rennfahrer und wenn beides nicht klappt, dann wenigstens Pilot! Aber da passiert etwas ganz unglaubliches: Ben kommt aus der Schule nach Hause, im Wohnzimmer sitzt ein verwahrloster, alter Mann und behauptet, dass er der Ben ist, der in 70 Jahren hier leben wird. Also, der Junge und der alte Mann seien ein und dieselbe Person – nur am Anfang und am Ende ihres Lebens. Ben sei durch einen Zufall vom linearen Zeitstrom abgekommen und in die Zukunft gerutscht. Was nun? Die Wohnzimmertür ist zu und Ben kann nicht weg. Ben hat sich seine Zukunft ganz anders vorgestellt. Der alte Mann verachtet und beschimpft ihn und Ben widert der Alte an. Aber das nützt nichts, die beiden müssen sich anfreunden, nur so kommt jeder zurück in seine Zeit. Der alte Mann verrät dem Jungen, was in Zukunft passieren wird und der Junge erinnert den alten Mann an das, was der aus seiner Kindheit vergessen hat. Beide begreifen, wie alles miteinander zusammenhängt. Und allmählich freunden sie sich mit dem anderen, also mit sich selbst an!

Ursendung im Radio: 03.10.2018

Download bei DLF Kultur: 03.10.2018

Wir kommen (Ronja von Rönne) NDR 2018
Wir kommen (Ronja von Rönne) NDR 2018

Regie: Elisabeth Weilenmann
Bearbeitung: Elisabeth Weilenmann
ca. 70 Min.


„Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“ Maja war Noras beste Freundin, aber für eine Beerdigung oder quälende Abschiedszeremonien hätte sie ohnehin keine Zeit: Nachts wecken sie Panikattacken, sie muss sich um eine Schildkröte kümmern und ihre einst so progressive Beziehung zu viert mit Karl, Leonie und Jonas droht auseinanderzubrechen. Und dann fährt auch noch ihr Therapeut in Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr soll Nora ihr Leben in einem Tagebuch dokumentieren. Also berichtet sie, wie sie sich mit ihrem amourösen Trio samt schweigendem Kind ans Meer flüchtet. Doch statt prickelnder Zukunft drängt sich immer mehr Noras Vergangenheit in den Vordergrund. Es muss doch etwas geben, denken die vier, das sie wieder zusammenzuschweißen vermag, ein großes Fest etwa. Oder ein Mord.

Ursendung im Radio: 30.09.2018

Download beim NDR: 30.09.2018