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Die Hörspiele der Woche

Kalenderwoche 33 / 2019

Hier findet ihr die neu und wieder erschienenen Hörspiele der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel sind hier auch Hörspiele zum (kostenlosen) Download aufgelistet.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Die Links führen zur Seite mit der Downloadmöglichkeit (z. B. beim Radiosender), zum sonstigen Anbieter oder zur entsprechenden Seite bei Amazon. Mit einem Kauf über den Amazon-Link unterstützt ihr den Betrieb von hoerspieltipps.net – Vielen Dank dafür!

Sofern das Hörspiel sowohl im Handel erhältlich ist, als auch zum Download zur Verfügung steht, sind die Links getrennt am Ende bei den Veröffentlichungsdaten hinterlegt.

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr auch in der Vorschau auf hoerspieltipps.net.

Die aktuellen & kostenlosen Downloadmöglichkeiten findet ihr im rss-Sammel-Feed, den ihr hier bei feedinformer.com abonnieren könnt. Die Veröffentlichungen, die im Stream verfügbar sind, findet ihr bei spotify in dieser Playlist.


Neue Hörspiele:

Gruselserie (4) Projekt X-Invasion der Aliens  - Europa 2019
Gruselserie (4) Projekt X-Invasion der Aliens - Europa 2019



Alarmstufe Rot im fränkischen Schwarzwaldgebiet! Handelt es sich bei den Sichtungen des Militärs tatsächlich um eine außerirdische Lebensform? Von Neugier getrieben dringen zwei Teenager ins Sperrgebiet eines geheimen Forschungsgeländes ein und erleben in dieser Nacht das Unfassbare.

Veröffentlichung am: 16.08.2019

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Irene Adler - Sonderermittlerin der Krone (2) Gefahr im Prater - Maritim 2019
Irene Adler - Sonderermittlerin der Krone (2) Gefahr im Prater - Maritim 2019



Irene Adler wird von Mycroft Holmes nach Wien geschickt, wo sie einen Mann namens Hans Gruber treffen soll. Doch als sie seine Wohnung erreicht, liegt der Mann tot auf der Straße. Gruber war einer Geheimorganisation auf der Spur, die offenbar eine große Sache plant. Irene macht die Bekanntschaft mit dem Schauspieler Franz, dem Freund des Toten, der sie fortan bei ihren Ermittlungen unterstützt. Doch bald darauf geraten sie zwischen die Fronten der Polizei und der Mörder, die ihnen auf den Fersen sind. Die Spuren führen schließlich zum Prater. Auf dem Riesenrad kommt es zu einer dramatischen Auseinandersetzung. Dort fällt auch die Maske des Mörders, dem Irene ausgeliefert ist.

Veröffentlichung am: 16.08.2019

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Jack Slaughter (22) Dämonisches Donnerwetter - Folgenreich 2019
Jack Slaughter (22) Dämonisches Donnerwetter - Folgenreich 2019


ca. 68 Min.

Erzähler: Till Hagen
Jack Slaughter: Simon Jäger
Tony Bishop: David Nathan
Dr. Kim Novak: Arianne Borbach
Großonkel Colt: Marlin Wick
Mrs. Squeezer: Sabine Winterfeldt
Stressende Kundin: Susie Meyer
Vera Taaras: Elisabeth Günther
Colonel McDougal: Uve Teschner
Mr. Ming: Fang Yu
Jenna Harley: Antje von der Ahe
Kale Rider: Bernd Egger
Frank Stoner: Jan Spitzer
White Silk: Ulrike Stürzbecher

Das Wetter in Jacksonville spielt verrückt! Gewitter auf der Bowlingbahn, Hagel im Kino und Feuerstürme auf dem Friedhof. Eine cholerische Wetterhexe scheint ihre brennende Wut an Jack Slaughter und seinen Mitkämpfern auslassen zu wollen. Zeitgleich verwandeln sich einige Veganer in blutrünstige Zombies, die nach frischem Menschenhirn gieren. An zwei Fronten kämpfen die Krieger des Lichts gegen ihre neuen Feinde und versuchen alles, um die Stadt noch zu retten. Doch Hexen und untote Feinschmecker kann man nicht so einfach ausradieren wie Bleistiftstriche auf Papier...

Veröffentlichung am: 16.08.2019

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LUNA LUNA (Maren Kames) DLF Kultur 2019
LUNA LUNA (Maren Kames) DLF Kultur 2019

von Maren Kames

Regie: Leopold von Verschuer
Technische Realisierung: Alexander Brennecke

Bearbeitung: Leopold von Verschuer
Musik: Bo Wiget

ca. 88 Min.

Mit Marina Frenk, Jens Harzer, Eva Brunner, Severin von Hoensbroech, Miki Inoue, Martin Engler, Bernd Stempel, Jürgen Holtz

Figurenensemble: Ich, das Mödchen (sic), die Luna. Dann Mama, Großmama, Sheitan, Geisha, ein Bär, ein Lamm, eine Gans aus Pappmaché, ein Soldat, Mathilda, ein Tyrann, ein Ausrufer, ein ESA-Astronom.

‚LUNA LUNA‘ ist ein dunkler Text. Er ist sprunghaft, verwirrend, atemlos und spricht von tief Innen aus dem weit offenen Gaumenraum heraus. Es ist das zwischen Abringen und Ausschleudern changierende Sprech- und Sprachprotokoll eines Ichs, seine sich selbst vorantreibende Suche nach stimmenden Sätzen und die Suche nach einem Ort zwischen Badewanne, Mole und schwarzem Weltraum. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Pappmaché und den Bären, den sich eine aufbindet am Rücken, um sich gegen den Wind zu schützen, bevor der Bär auf dem Rücken eines Lamms mit dem Lamm zusammen in den Weidegründen verloren geht.

Ursendung im Radio: 11.08.2019

Veröffentlichung am: 11.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Spür nicht des Regens Fall (Milo) hoerspielprojekt 2019
Spür nicht des Regens Fall (Milo) hoerspielprojekt 2019

von Milo

Regie: Milo
Schnitt und Geräusche: Bastian Karpe, Jochen Hintringer

Musik: Sonic Room

Mit Andrea Bannert, Björn Brüggemann, Hannah Jöllenbeck, Klaus Neubauer, Marco Schmidt, Martin Baierling, Michael Gerdes, Rainer Denk, Marek Schaedel

Im Frühjahr des Jahres 1937 laden Lord Edward Streckdon und seine Frau Laura ihre Familie und einige enge Freunde zu einer Dinnerparty auf ihren Landsitz Streckdon Manor ein. Kurz darauf steht Chief Inspector Garforth von Scotland Yard vor einer Leiche und der Frage: "War es Selbstmord oder Mord?"

Ursendung im Radio: 02.08.2019

Veröffentlichung am: 13.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Zukunfts-Chroniken (Staffel 3 Teil 02) La Mancha - hoerspielprojekt 2019
Zukunfts-Chroniken (Staffel 3 Teil 02) La Mancha - hoerspielprojekt 2019

von Marek Schaedel

Regie: Marek Schaedel

ca. 29 Min.

Mit Ocho: Claudio Volino
Dr. Terrique: Werner Wilkening
Erzählerin: Hannah Jöllenbeck
Mädchen: Saskia Geißler
Mädchen: Floria Zahn
Ärztin: Nadine Most
Sicherheitsmann 1: Sebastian Schmidt
Sicherheitsmann 2: Frank Keiler
Miguel: Jan Münter
Pilot: Matthias Heyl
Computerstimme: Johanna Ehrlich
Mann 1: Andre Maurmann
Frau 1: Lisa Cardinale

Die Zukunfts-Chroniken. Bisher wurden sie noch nicht niedergeschrieben, aber wir alle nähren diese Zeilen. Heute, hier und an anderen Orten. Die Zukunft kann beginnen...

Ocho - ein geflohener Sexualstraftäter - sucht in einer Welt ohne Hoffnung nach Erlösung. Dr. Terrique, sein früherer Peiniger und seines Zeichens Hirnforscher, bekommt von seinem ehemaligen Versuchskaninchen unerwarteten Besuch...

Premiere am 16.08.2019 ab 20 Uhr bei hoerspielprojekt.de, anschließende Downloadmöglichkeit

Veröffentlichung am: 16.08.2019


Wieder verfügbare Hörspiele:


Atlantis der versunkene Kontinent 1 () Fontana / All Ears 2019
Atlantis der versunkene Kontinent 1 - Fontana / All Ears 2019


43 Min.


Seit nun fast zweieinhalb Jahrtausenden wird in der abendländischen Welt über Atlantis gesprochen und die seltsamsten Spekulationen und Mutmaßungen tauchten in diesem Zusammenhang auf. Die Insel Atlantis wurde durch die Jahrtausende hindurch immer wieder gesucht und hundertfach vermeintlich gefunden. Heute wissen wir, dass Atlantis nie entdeckt wurde, dafür aber Spuren einer versunkenen Zivilisation und Kultur. Ein spannendes Hörspiel über die sagenumwobene Insel.

Veröffentlichung am: 16.08.2019

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Broken German (Tomer Gardi) SWR 2017
Broken German (Tomer Gardi) SWR 2017

von Tomer Gardi

Regie: Noam Brusilovsky
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Technische Realisierung: Daniel Senger, Matthias Fischenich, Sonja Röder
Regieassistenz: Lukas Fuetterer

Bearbeitung: Noam Brusilovsky
60 Min.

Mit Dor Aloni, Aviva Joel, Tomer Gardi, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Horst Hildebrand, Florian Hein, Jaime Krsto Ferkic, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Britta Geister, Antje Keil, Sofia Flesch Baldin


Dor Aloni, Aviva Joel), Regisseur Noam Brusilovsky; Bild: SWR/Monika Maier

Ein Spiel mit Identitäten, Chronologie, Perspektiven. Mal erzählt Radili, mal Abschalom, mal dessen Mutter. Die Protagonisten sind sowohl aus dem Studio als auch vom Band zu hören, immer wieder wird das Erzählen gebrochen und über das Erzählen selbst erzählt. Ein Autor wird über das Verfassen seines Romans und dessen Vermarktung interviewt und wir folgen der Diskussion um "Broken German" beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Fiktion und Realität verschwimmen und lassen sich nicht mehr trennen. Ein israelischer Mann erzählt in gebrochenem Deutsch. Er erzählt, babylonisch-lebendig, von Radili Anuan, der sich in Berlin nach Anpöbelungen durch Skins ein Messer gekauft –, es dann aber vergraben hat. Als Erwachsener in die Stadt zurückgekehrt, landet er in einer linken WG, die einen Dokumentarfilm aus der Suche nach dem vergrabenen Messer machen will. Er erzählt von einer Reise nach Berlin mit seiner Mutter. Statt ihrer eigenen nehmen sie zwei fremde Koffer vom Flughafen mit, die sich als Koffer eines Arabers und einer aus Eritrea geflüchteten Frau herausstellen. Die Verwirrung der Identitäten geht weiter, der Mann trägt fortan die Kleider der Frau (die er später treffen wird), seine Mutter die des Mannes. Er bespricht mit seiner Mutter Erinnerungen an ein von den Deutschen besetztes Dorf in Rumänien, hält eine Rede zur Neueröffnung des Kafka-Instituts (vormals Goethe- Institut) und wird vom aufgeschreckten Bildungsbürgertum in die Flucht geschlagen. Er erklärt, warum die Darstellung des Mose auf einem Übersetzungsfehler beruht, lässt sich zu Recherchezwecken als "Arbeitsmigrant in der Prosa eine fremde Sprache" nachts im Jüdischen Museum einschließen und entdeckt dort in der Besenkammer eine Leiche.

"Also keine Angst. Ich nehme keiner Deutsche Literat seine Arbeit weg. Und deshalb musste ich das Jüdische Museum Besenkammer Tür aufmachen. Für die schwarze Arbeit. Ins deutsche Sprache. Und weil so sind wir Schriftsteller. Wir machen geschlossene Besenkammer Türe auf."

Deutscher Hörspielpreis der ARD 2017

Ursendung im Radio: 27.08.2017

Veröffentlichung am: 10.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Das blaue, blaue Meer (Nis-Momme Stockmann) rbb 2010
Das blaue, blaue Meer (Nis-Momme Stockmann) rbb 2010

von Nis-Momme Stockmann

Regie: Regine Ahrem
Dramaturgie: Regine Ahrem
Technische Realisierung: Kaspar Wollheim, Monika Steffens
Regieassistenz: Arna Vogel

55 Min.

Mit Milan Peschel, Jaecki Schwarz, Chris Pichler, Hüseyin Ekici, Carl Heinz Choynski, Johannes Richard Völkel, Anja Scheffer, Stephan Wolf-Schönburg, Christian Gaul, Dieter Jost




Eine Wohnsiedlung, Plattenbau, irgendwo am Rande der Stadt. Ein Ort der Perversionen und Verzweiflung. Ein Ort, wo man die Sterne nicht sehen kann. Ein Ort ohne Hoffnung. Darko ist einer von vielen Verlorenen, die hier leben. Er trägt schwer an einer alten Schuld, über die er nicht hinwegkommt. Um sie irgendwie zu vergessen, säuft er sich tagtäglich das Gehirn aus dem Leib. Vergeblich. Doch dann begegnet er Motte, der Wohnsiedlungsprostituierten, deren Körper mit Narben übersät ist. Und auf einmal ist alles anders. Auf einmal gibt es Hoffnung und die Sehnsucht nach etwas ganz anderem, etwas, das jenseits der Grenze der Wohnsiedlung liegt: das blaue, blaue Meer.

hoerspielTIPPs.net:
Nis-Momme Stockmann schildert in seinem Stück das Leben aus Sicht von Darko, einem von vielen Heruntergek ommenen bzw. gleich Untengebliebenen in einem maroden Stadtviertel. Sein Leben ist hoffnungslos, zudem trägt er eine Schuld mit sich, mit der er nicht richtig fertig wird. Die Situation treibt ihn zum Selbstmord, der jedoch von Motte verhindert wird. Langsam beginnt zwischen diesen beiden vom Leben Geschundenen ein Stück Liebe, ein Stück Hoffnung zu keimen.

Der Autor schildert die Gedankengänge Darkos und konstruiert daran entlang die Geschichte. Er nimmt dabei wenig Rücksicht auf Gefälligkeit und einen packenden Aufbau, so dass der Hörer schon etwas Atem mitbringen muss, um hier in diese Welt hineinzufinden - und vor allem - auch dort bleiben zu wollen. Erst als sich im Text erste Schleier heben und Strukturen klarer werden, packt er den Hörer und zieht ihn in den Bann.

Bei der Umsetzung hätte ich mir persönlich etwas mehr Flair, ruhig auch etwas mehr Klischee in der Darstellung gewünscht. Die Interpretation der Schauspieler ist doch eine Spur zu klar, zu nüchtern angelegt. Hier hätte man doch ein paar mehr Akzente setzen sollen.
Stimmiger fand ich da schon die Musikuntermalung, die meist aus einem recht einfachen, wiederkehrenden Begleitrhythmus besteht, der schließlich auch am Ende in einen passenden Abschlusssong mündet.

Wer moderne Stücke mit leichtem - in diesem Fall sehr positiven - Hang zum Verkünstelten mag, der sollte sich den durchaus hörenswerten Text von Nis Momme Stockmann anhören, auch wenn die Inszenierung hier nicht in Gänze überzeugt.

Ursendung im Radio: 15.01.2010

Veröffentlichung am: 11.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Der Kurier des Zaren
 (Jules Verne) Märchenland  / Maritim / All Ears 2019
Der Kurier des Zaren (Jules Verne) Märchenland / Maritim / All Ears 2019

von Jules Verne


ca. 45 Min.


Ein unerschrockener, pflichtbewusster Offizier kämpft sich durch das Chaos des Tatarenaufstandes in Sibirien, um den Zaren und sein Vaterland zu retten.

Veröffentlichung am: 16.08.2019

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Der letzte Sommer (Ricarda Huch) hr 1955
Der letzte Sommer (Ricarda Huch) hr 1955

von Ricarda Huch

Regie: Fränze Roloff

Bearbeitung: Simon Glas
73 Min.

Mit Walter Andreas Schwarz, Hermann Schomberg, Brigitte König, Waltraud Schmahl, Maria Magdalena Thiesing, Bruno Hildebrand, Luise Glau, Eberhard Schwab, Walter Griesmann, Renate Zillessen

Im Jahre 1909 schrieb die Dichterin Ricarda Huch die Briefnovelle "Der letzte Sommer", die in russischen Revolutionskreisen spielt. - Ein Student soll und will ein Exempel statuieren: ein Reaktionär, einer der mächtigsten Männer im zaristischen Reich, soll fallen. Um sich zu schützen, engagiert der Mächtige - blinder Zufall? - ausgerechnet den jungen Mann, der ihn beseitigen soll. Der aber lernt sein in Aussicht genommenes Opfer achten, wie umgekehrt auch der Bedrohte seinen voraussichtlichen Mörder achten und lieben lernt. Trotz dieser menschlichen Beziehungen bleiben beide, was sie sind: Funktionäre zweier unversöhnlicher Welten. Hat der Mensch keine Zunge, um zu bekennen, kein Herz, um zu lieben, kein Gewissen, um zu vergeben? Und doch ist ein Trost. "... was ist das Leben des Menschen?" fragt Ricarda Huch. "Wie Regentropfen, die vom Himmel auf die Erde fallen, durchmessen wir unsere Spanne Zeit, vom Winde des Schicksals hin und her getrieben. Der Wind und das Schicksal haben ihre unabänderlichen Gesetze, nach denen sie sich bewegen, aber was hat der Tropfen davon, den sie vor sich herfegen? Er rauscht mit den anderen durch die Luft, bis er im Sande versickern kann. Aber der Himmel sammelt sie alle wieder und gießt sie wieder aus und sammelt und vergießt wieder und wieder immer dieselben und doch andere. Simon Glas' Hörspiel bietet eine interessante und vielleicht nicht unwillkommene Vergleichsmöglichkeit zu der Verfilmung des Stoffes.

Ursendung im Radio: 14.03.1955

Veröffentlichung am: 11.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Dr Houzängu oder dr Chöchi vom Dokter ihre Güggu (Markus Michel) DRS 1998
Dr Houzängu oder dr Chöchi vom Dokter ihre Güggu (Markus Michel) DRS 1998

von Markus Michel

Regie: Fritz Zaugg

Musik: Hans Hassler

47 Min.

Mit Birgit Steinegger, Marlise Fischer, Sonja Gertsch, Dominik Leuenberger, Ueli Jäggi, Stephanie Glaser, Bettina Stucky, Frank Demenga, Walter Baumgartner, Ernst Sigrist, Daniel Kasztura, Ruedi Kaspar, Anne Hodler, Geri Dillier

Es gibt absonderliche Auslöser für zwischenmenschlichen Zoff. Im Hörspiel von Markus Michel ist es der inbrünstige, nervende Gesang eines Güggels.

Wenn sich schliesslich gar das Bundesgericht mit dem Streit um das lästige Güggel-Gekrächze befassen muss, kann man ohne Übertreibung von einer bös zerfahrenen Angelegenheit sprechen.
Nicht mal die beiden Aussenseiter und Dorfphilosophen Houzbei-Housi und Nasepööggen-Änni können gegen diese unerfreuliche Entwicklung etwas ausrichten.

Und wenn dann noch ein hübscher weiblicher Holzengel dazwischenfunkt und den Houzbei-Housi am Bein kitzelt, wird alles noch viel schlimmer, als es ohnehin schon ist.

Veröffentlichung am: 12.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Dummrum<br>Plädoyer für das absichtslose Dastehen (Tom Heithoff) EIG 2017
Dummrum
Plädoyer für das absichtslose Dastehen (Tom Heithoff) EIG 2017

von Tom Heithoff

Regie: Tom Heithoff
Ton: Tom Heithoff

Musik: Tom Heithoff

55 Min.

Mit Urs Stämpfli, Rolf Hürter, Wulff Winkelvoss, Karine Winkelvoss, Vinzenz Weidner, Ulrike Rindt, Katharina Weidner, Christine Winkelvoss, Christine Möller, Helmut Winkelvoss, Claus-J. Effenberger, Thomas Schumacher, Mia Frimmer, Jan Hennings, Sarah Heithoff, Tom Heithoff

Die Aktiven, die Vorlauten, die Effizienten – sie haben in unserer Welt das Sagen. Doch was ist mit denen, die ganz (selbst)bewusst langsam machen? Die einfach dummrumstehen – vorm Club, im Museum, am Kiosk, im Büro. Das Dummrumstehen beginnt, wenn das Warten zu Ende ist. Wenn vom Warten nichts mehr erwartet wird. Time-Management und Optimierungswahn haben es zwar an den Rand gedrängt, aber dort kann das Dummrumstehen richtig gut gedeihen. Und es sieht – beim Angeln zum Beispiel – auch noch ziemlich gut aus.

Ursendung im Radio: 20.05.2017

Veröffentlichung am: 10.08.2019

Downloadmöglichkeit beim WDR

Gestatten, mein Name ist Cox (Rolf Becker) NWDR 1952
Gestatten, mein Name ist Cox Teil 1 und 2 (Rolf Becker) NWDR 1952

von Rolf Becker

Regie: Hans Gertberg
Technische Realisierung: Günther Ziege, Marianne Abegg

Musik: Siegfried Franz

205 Min.

Mit Paul Cox: Carl-Heinz Schroth
Helena Bernhardt: Frecca-Renate Bortfeld
Wallings: Karl Kuhlmann
Richardson: Wolfgang Wahl
Inspektor Carter: Heinz Klingenberg
Arzt: Holger Hagen
Alora Crawfield: Hanne Wieder
Mr. Peacock: Hans Zesch-Ballot
Assistent Collins: Manfred Steffen
Henry Montague: Richard Münch
Sergeant: Max Zawislak
Gustl Busch, Helmuth Gmelin, Conrad Mayerhoff, Reinhardt Lentz, Karin Jacobsen, Walter Grüters, Tonio von der Meden, Herbert Steinmetz, Karin Jacobsen, Tilla Hohmann, Rudolf Fenner, Werner Schumacher, Wolfgang Borchert, Erich Weiher, Vera Schuldt, Ingeborg Blank-Spiegel, Rolf Mamero, Udo Wulff, Helga Bammert, Karl Kramer, Erich Thormann

Paul Cox steht unter Verdacht, den erpreßten Erpresser Walling ermordet zu haben. Um seine Unschuld zu beweisen, muß er vor der Polizei fliehen. Die "Cox"-Reihe war der erste "Straßenfeger" in der Geschichte des deutsche Kriminalhörspiels. Es entstanden - neben zahlreichen Nachproduktionen - drei Staffeln der 'Urfassung' mit Carl-Heinz Schroth. Die vorliegenden acht Teile bilden die erste Staffel.

Veröffentlichung am: 09.12.1952

Download Teil 1

Download Teil 2

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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Inspektor Fabio Montale (2) Solea - DLR 2003
Inspektor Fabio Montale (2) Solea Teil 1 - DLR 2003

von Jean-Claude Izzo

Regie: Ulrich Gerhardt
Technische Realisierung: Alexander Brennecke, Sabine Winkler
Regieassistenz: Judith Lorentz
Übersetzung: Katarina Grän, Ronald Voullié

Bearbeitung: Ulrich Gerhardt
110 Min.

Mit Hans Peter Hallwachs, Jeanette Spassova, Isabelle Redfern, Martin Engler, Heike Warmuth, Rolf Marnitz, Ingeborg Medschinski, Tatja Seibt, Alberto Fortuzzi, Michael Hanemann, Klaus Herm, Götz Schulte, Claudia Vogt, Detlef Jacobsen, Martin Seifert, Christian Gaul

Ex-Polizist Fabio Montale lebt in den Tag hinein, seit er von seiner Freundin Lola verlassen wurde. Ein anonymer Anrufer bedroht ihn und fordert ihn auf, die Journalistin Babette Bellini zu suchen, die in den letzten Jahren als Reporterin in Rom lebte. Fabio kennt sie noch aus seiner Dienstzeit. In umfangreichen Recherchen hatte sie Verbindungen der Mafia zur südfranzösischen Politik und Wirt - schaft aufgedeckt und über Prakti ken der Geldwäsche berich tet. Fabio Montale erkennt die Gefahr, in der sich die Journalistin befindet. Er muss Babette finden, in Sicherheit bringen und untertauchen, um seine eigene Haut zu retten.

Ursendung im Radio: 08.12.2003

Veröffentlichung am: 12.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Let's do the Stumpfkonsonanz (Frieder Butzmann) DLF Kultur 2018
Let's do the Stumpfkonsonanz (Frieder Butzmann) DLF Kultur 2018

von Frieder Butzmann


56 Min.


Frühe tonpsychologische Forschungen als Inspirationsquelle für eine Klangkomposition.

In seiner Jugend las Frieder Butzmann die ‚Tonpsychologie‘ von Carl Stumpf. Er war fasziniert, denn er lernte dabei die Zusammensetzung der Sprachlaute kennen. Da tauchte die Frage auf: Wie wird Musik? Forschend wühlt Butzmann sich 2018 durch die Täler und Höhen der gesungenen, gesprochenen, menschlichen, synthetischen, obertonarmen, obertonreichen Sprachlaute, um sodann im Tonspiel ‚Let's do the Stumpfkonsonanz‘ der sich wiederholenden und überlappenden Musik zu begegnen.

Ursendung im Radio: 10.08.2018

Veröffentlichung am: 16.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus (Ludwig Wittgenstein) BR 2014
Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus (Ludwig Wittgenstein) BR 2014

von Ludwig Wittgenstein

Regie: Andreas Ammer, Martin Gretschmann

Bearbeitung: Andreas Ammer, Martin Gretschmann
Musik: Martin Gretschmann, NU

66 Min.

Mit Oswald Wiener, Moritz Eickworth, Lars Freikorn

Vor gut 100 Jahren beendete der freiwillig in den Krieg gezogene Industriellenerbe Ludwig Wittgenstein mit einem Handstreich ein paar Jahrtausende Philosophiegeschichte. Der letzte Satz seines Buches Tractatus logico-philosophicus lautet: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen." Wittgenstein hat sich daran gehalten. Er hat Zeit seines Lebens kein weiteres Buch, sondern das öffentliche Schweigen vorgezogen. Er ist erst Volksschullehrer geworden und hat auch als Professor in Cambridge weiter öffentlich geschwiegen. Von Stille hingegen hat Wittgenstein, der passionierte Klarinettist, nichts gesagt. So bleibt immer noch die Musik, das Medium des Unsagbaren, die in Ammer & Consoles Hörspiel in ihre Rechte tritt, wo angesichts der Wahrheit alle Worte (außer die von Wittgenstein natürlich) schweigen müssen. Andreas Ammer & Console haben in ihrer Hörspielvertonung von Wittgensteins Hauptwerk zur Philosophie Musik gemacht, die sich aus Stimmen erzeugen lässt, ohne Sprache zu sein. Denn: "Alle Philosophie ist Sprachkritik'." Die Frage von Ammer & Console, den Klangphilosophen, lautet: Wie klingt es, wenn man schweigen muss? - Oder wie Wittgenstein es ausdrückt: "Wenn sich eine Frage überhaupt stellen läßt, so kann sie auch beantwortet werden." - Aber wie? Lässt sie sich tanzen oder sind die Gewissheiten Wittgensteins, die von dem Wiener Aktionisten und Wittgenstein-Nachfolger Oskar Wiener (Die Verbesserung von Mitteleuropa) vorgetragen werden, dann doch mächtiger? - Wittgenstein selbst hat die Musik in seinem Werk jedenfalls der Sprache an die Seite gestellt: "Die Grammophonplatte, der musikalische Gedanke, die Notenschrift, die Schallwellen, stehen alle in jener abbildenden internen Beziehung zueinander, die zwischen Sprache und Welt besteht." - Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus. Das Hörspiel ist sozusagen die bislang fehlende Grammophonplatte die zwischen der Sprache Wittgensteins und der Welt "jene abbildende interne Beziehung" herstellt. Oder wie der Philosoph es angesichts des Hörspiels ausdrücken würde: "Die Lösung eines Problems merkt man am Verschwinden dieses Problems".

Ursendung im Radio: 25.04.2014

Veröffentlichung am: 09.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Radiotatort (73) Malina (Dirk Schmidt) WDR 2014
Radiotatort (73) Malina (Dirk Schmidt) WDR 2014

von Dirk Schmidt

Regie: Claudia Johanna Leist

Musik: Rainer Quade

54 Min.

Mit Scholz: Uwe Ochsenknecht
Lenz: Matthias Leja
Latotzke: Sönke Möhring
Vorderbäumen: Hans Peter Hallwachs
Malina: Carmen Birk
Wernhof: Thomas Anzenhofer
Kemper: Daniel Wiemer
Emmi: Anke Zillich
Tomec: Mark Zak
Pasic: German Gorst


Uwe Ochsenknecht und Sönke Möhring; Bild: WDR/Sascha von Donat

Hamm sollte ein Ort der Bewährung für Felix Lenz werden. Der Düsseldorfer Kriminalbeamte war wegen seiner Alkoholprobleme versetzt worden. Soweit die Theorie, die Realität sieht anders aus: Lenz hat die Nacht mit einer gewissen Malina verbracht und viel - zu viel - getrunken. Nur an den Namen der jungen Frau kann er sich gerade noch erinnern, der Rest bleibt dunkel - Malina ist tot. Ist Lenz am Ende ein Mörder? Das Team um Scholz, Vorderbäumen und Latotzke versucht alles, um dem Kollegen zu helfen, aber je mehr die Ermittlungen Malinas letzte Nacht erhellen, desto stärker stellt sich die Frage nach Schuld, Mitschuld oder Unschuld. Eine Zerreißprobe für die Task Force Hamm.

hoerspielTIPPs.net:
Lenz wacht morgens auf, neben ihm liegt Malina, eine junge Frau, die er am Abend zuvor in den Niederlanden aufgerissen hat. Dumm nur, dass sie jetzt tot ist und Lenz einen Filmriss hat. Seine Kollegen Scholz, Latotzke und Vorderbäumen ermitteln und versuchen gemeinsam mit Lenz hinter das Geheimnis der Nacht zu kommen. Immerhin ergibt die Obduktion, dass Malina nicht mit Lenz' Waffe erschossen wurde, allerdings gibt es in Dortmund einen Yugoslawen, der durch diese seinen Tod gefunden hat.

Auf zwei Zeitebenen erzählt Dirk Schmidt von der fraglichen Nacht. In die Ermittlungen werden einzelne Erinnerungsstücke eingebunden, die Lenz' Gehirn nach und nach freigibt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es Dirk Schmidt gelingt, seine Figuren in Lagen zu bringen, bei denen man kaum glauben kann, das es gelingen könnte, dies in einer Radiostunde zufriedenstellend aufzulösen. In "Malina" klappt dieses Kunststück wieder einmal großartig.

In diesem Fall schlägt Schmidt wieder etwas ernstere Töne an und stellt den spannungsgelandenen Plot deutlich in den Fokus. Der Humor, der die "Hammer"-Fälle sonst umweht, ist zwar auch vorhanden, wird aber diesmal etwas dezenter dosiert. Es beschränkt sich auf die wenigen Frozzeleien, ob der Eigenarten der vier Protagonisten.

Auch am Ende lässt man den Hörer noch mit einer offenen Frage zurück, die die Spannung und die Vorfreude auf die nächste Episode aus Hamm ordentlich füttert.

Erneut überzeugen insbesondere die Schauspieler der vier Protagonisten. Allen voran Lenz, der ja sonst meist die leider etwas blassere Figur abgeben muss, bekommt hier Gelegenheit, Potential und Promille auszuspielen. Matthias Leja nutzt diese Chance grandios.

"Malina" gehört zum Spannendsten, was die Hörer bislang mit der Task Force Hamm erleben durften, Eine gelungene Plotkonstruktion im nicht immer ganz seriösen Umfeld dieser besonderen Polizeibehörde.

Ursendung im Radio: 12.02.2014

Veröffentlichung am: 14.08.2019

Downloadmöglichkeit beim WDR

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Schwesternmilch (Jens Rachut) WDR 2012
Schwesternmilch (Jens Rachut) WDR 2012

von Jens Rachut

Regie: Jens Rachut
Technische Realisation: Peta Devlin

Musik: Jonas Landerschier, Heike Rädeker

54 Min.

Mit Jens Rachut, Martin Wuttke, Margarethe Broich, Lisa Hagemeister, Siggi Terporten, Daniel Lommatzsch, Jörg Pohl, Felix Goeser, Kathrin Wichmann, Mila Dargies, Josef Ostendorf, Laura Tonke

Das Bienensterben als Vorbote der Apokalypse: Seit die letzte Biene verschwand, haben die Menschen mehr verloren als nur eine Insektenart, die ihre Obstbäume bestäubt. Seitdem liegt die Erde in einem gelb-grauen Dämmerlicht, und man muss sich in einer Welt im Sparmodus einrichten. In offiziellen Verlautbarungen werden allenthalben Opfer und Verzicht gefordert: Macht es wie die fleißigen und genügsamen Honigbienen! Aber wehe dem, der arglos die gnadenlose Disziplin des Bienenstaates heraufbeschwört. Das Imperium der Biene schlägt zurück!

Ursendung im Radio: 18.06.2012

Veröffentlichung am: 11.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Wie war's in China (Laurent Jeanneau) EIG 2015
Wie war's in China (Laurent Jeanneau) EIG 2015

von Laurent Jeanneau


52 Min.


Über 10 Jahre lang hat der französische Musiker Laurent Jeanneau in China gelebt. Dort faszinierte ihn vor allem der Reichtum an traditionellen Musikformen und Instrumenten.

In China, aber auch in Kambodscha, Laos und Vietnam war ich fasziniert vom Reichtum an Klängen und Musikformen der ethnischen Minderheiten. Mit Mikrofon und Rekorder reiste ich durch das Land und begann, die Musik aufzuzeichnen. Eine Reihe von selbstverlegten CDs entstand. Das Hörstück ‚Wie war’s in China?‘ hat drei Elemente: mein privates Leben in China, mein Leben mit den Musiken des Landes und meine Arbeit als Komponist. Ausgewählt habe ich die Aufnahmen nach ihrer Schönheit. Das Problem ist: Diese Klänge lassen nichts erahnen von den Schwierigkeiten in China. Aber genau wegen dieser Schwierigkeiten habe ich das Land verlassen. (Laurent Jeanneau)

Veröffentlichung am: 09.08.2019

Downloadmöglichkeit bei DLF Kultur

Withering Sounds (Merzouga) Yleisradio Finland 2018
Withering Sounds (Merzouga) Yleisradio Finland 2018

von Merzouga


50 Min.


Das Klavier ist ein anti-nomadisches Instrument. Oft bleibt es Jahrzehnte an einem Ort, begleitet mehrere Generationen einer Familie und wird zum stummen oder klangvollen Zeugen ihrer Geschichte. Im Zusammenspiel mit Zeit und Raumklima verstimmt sich das Klavier nach und nach und wird so zum Zeitreise-Instrument. Die Klangkünstler Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky (aka Merzouga) haben drei gealterte Klaviere in ihren jeweiligen Räumen gespielt und aufgenommen. Die beiden sind keine Pianisten und haben die verstimmten Klaviere als Klanggeneratoren benutzt und ihre Geschichte recherchiert. Field-Recordings der unmittelbaren Umgebung zeugen von der Atmosphäre dieser Orte. Jedem Klavier ist ein Satz zugeordnet. Das erste steht in jenem Haus an der dänischen Ostsee, wo Bertolt Brecht sich vor den Nazis versteckte. Hier fand er flüchtige Momente der Ruhe, der Bedrohung zum Trotz, die jenseits des idyllischen Inselmeers lauerte. Das halb verfallene Klavier des zweiten Satzes steht in einem 300 Jahre alten, unbewohnten Bauernhaus, einsam inmitten einer unwirtlichen, übermächtigen Natur. Das dritte Klavier gehörte dem Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick, der Wagner verdammte und in Brahms den würdigen Nachfolger Beethovens sah. Es war immer schon ein großstädtisches Klavier und steht heute in der Wohnung einer Malerin und eines Barock-Cellisten in Düsseldorf. Im vierten Satz verschmelzen die drei Klaviere in einem großen Klang, der die Räume und Zeiten verschränkt.

Ursendung im Radio: 13.08.2019

Veröffentlichung am: 14.08.2019

Downloadmöglichkeit bei DLF Kultur

Zwerge versetzen oder Der Goldschatz am Ende des Regenbogens (Hartmut El Kurdi, Wolfram Hähnel) DLR 2014
Zwerge versetzen oder Der Goldschatz am Ende des Regenbogens (Hartmut El Kurdi, Wolfram Hähnel) DLR 2014

von Hartmut El Kurdi, Wolfram Hähnel

Regie: Beatrix Ackers

Musik: Henrik Albrecht

45 Min.

Mit Fae Faika, Florian Martens, Jens Bohnsack, Axel Wandtke

Mimmie haust mit ihrem Opa in einer Hütte am Meer. Sie sind so arm, dass es keinen Spaß mehr macht. Matschige Kartoffeln, eine dürre Kuh und dann auch noch der Regen. Komm Opa, er zähl noch einmal das Märchen vom Zwerg Leprechaun, der auf einer Insel einen Goldschatz bewacht. Unbesiegbar soll der Wicht sein? Das will Mimmie doch erst mal sehen. Als ein Regenbogen auf eine kleine Insel zeigt, genau wie das Märchen es beschreibt, rudern die beiden hinüber. Und dort, wo es scheinbar nur Sand, Gestrüpp und Felsen gibt, zeigt sich tatsächlich der Zwerg in seiner ganzen Größe. Mimmie kapiert schnell, dass Zwerge zu besiegen vor allem eine Frage von Taktik ist. Es lohnt sich immer, aufzubrechen und mit einer gehörigen Portion Frechheit etwas zu probieren. Und manchmal sind es gerade die ganz Alten und ganz Jungen, die zusammen was erreichen können. Das erlöst sogar den Zwerg.

Ursendung im Radio: 26.12.2014

Veröffentlichung am: 11.08.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender