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Die Hörspiele der Woche

Kalenderwoche 52 / 2019

Hier findet ihr die neu und wieder erschienenen Hörspiele der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel sind hier auch Hörspiele zum (kostenlosen) Download aufgelistet.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Die Links führen zur Seite mit der Downloadmöglichkeit (z. B. beim Radiosender), zum sonstigen Anbieter oder zur entsprechenden Seite bei Amazon. Mit einem Kauf über den Amazon-Link unterstützt ihr den Betrieb von hoerspieltipps.net – Vielen Dank dafür!

Sofern das Hörspiel sowohl im Handel erhältlich ist, als auch zum Download zur Verfügung steht, sind die Links getrennt am Ende bei den Veröffentlichungsdaten hinterlegt.

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr auch in der Vorschau auf hoerspieltipps.net.

Die aktuellen & kostenlosen Downloadmöglichkeiten findet ihr im rss-Sammel-Feed, den ihr hier abonnieren könnt. 


Neue Hörspiele:


Das letzte Schaf (Ulrich Hub) mdr 2019
Das letzte Schaf (Ulrich Hub) mdr 2019

von Ulrich Hub

Regie: Steffen Moratz
46 Min.


Was ist das nur für ein helles Licht, das die Schafe inmitten einer Winternacht aus dem Schlaf reißt? Und wo sind eigentlich ihre Hirten geblieben? Wurden sie vielleicht von einem Ufo entführt? Oder hat das Ganze etwa mit diesem Mädchen zu tun, das in einem nahegelegenen Stall geboren worden sein soll? Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, begeben sich die Schafe auf eine abenteuerliche Nachtwanderung. Doch schon bald haben sie das erste Schaf verloren.

Der Autor Ulrich Hub schreibt zu seiner Neuinterpretation der Weihnachtsgeschichte: "Ich hatte mich immer darüber gewundert, dass die Schafe - Kernbestandteil jeder Weihnachtskrippe - im Neuen Testament überhaupt nicht vorkommen. Den Hirten auf dem nächtlichen Feld wird lediglich ausgerichtet "Ihr werdet das Kind in Windeln gewickelt finden", und schon machen sie sich auf den Weg. Von einer Krippe ist ebenso wenig die Rede wie von einem Stall. Schon gar nicht von einem Ochsen oder einem Esel. Das Kind könnte also ebenso gut in einem Schuhkarton unter einer Autobahnbrücke liegen."

Ursendung im Radio: 23.12.2019

Veröffentlichung am: 23.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Die Nacht von Lissabon (Erich Maria Remarque) RB / WDR 2019
Die Nacht von Lissabon (Erich Maria Remarque) RB / WDR 2019

von Erich Maria Remarque

Regie: Silke Hildebrandt

Bearbeitung: Silke Hildebrandt
108 Min.

Mit Max von Pufendorf, Max Simonischek, Christian Hockenbrink, Lisa Hrdina, Daniel Wiemer, Jasmin Schwiers, u.a.


Max Simonischek; Bild: RadioBremen/Fahri Sahin Sarimese

1942, abends in Lissabon: Ein Mann steht am Hafen und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen in die Freiheit bringen könnte, nach Amerika. Aber es gibt keine Rettung für ihn: Er hat keine Tickets und keine Pässe. Da trifft er einen Mann, der ihm alle notwendigen Papiere überlassen wird unter einer Bedingung: Er soll mit ihm die Nacht verbringen und seine Geschichte anhören. Die beiden ziehen durch das nächtliche Lissabon und der Mann, er nennt sich Schwarz, erzählt seine Geschichte: In Nazideutschland vom eigenen Schwager denunziert gerät er in Haft, wird entlassen und es gelingt ihm die Flucht. Doch weil er ohne seine Frau Helen nicht leben will, kehrt er heimlich zurück nach Deutschland und das Ehepaar beschließt, gemeinsam zu fliehen. Es beginnt eine Odyssee durch Kriegs-Europa, immer auf der Flucht vor Verhaftung und Internierung und auf der Flucht vor dem Schwager, der alles daran setzt, seine Schwester Helen zurückzuholen. Was Schwarz nicht weiß: Helen ist unheilbar an Krebs erkrankt und verheimlicht es ihm lange Zeit, um die Flucht nicht zu gefährden. "Die Nacht von Lissabon" erschien 1962, wurde Remarques letzte Veröffentlichung und bildet einen Schlüsselroman für sein Werk: sowohl die tragisch endende Liebesgeschichte, die er zuvor in verschiedenen Romanen immer wieder aufgegriffen hatte als auch in der Auseinandersetzung mit Deutschland.

Ursendung im Radio: 22.12.2019

Veröffentlichung am: 22.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Eisbär Aki (Anna Böhm nach Howard Hunt) DLF Kultur 2019
Eisbär Aki (Anna Böhm nach Howard Hunt) DLF Kultur 2019

von Anna Böhm nach Howard Hunt

Regie: Klaus Michael Klingsporn

Musik: Wolfgang von Ackeren

56 Min.

Mit Antonia Zschiedrich, Lorenz Grabow, Tilmar Kuhn, Manuel Harder, André Lewski, Frauke Poolman, Michael Kind, Tonio Arango

Birka und ihr Papa Björn leben in einem kleinen Fischerdorf hoch oben im Norden, wo es fast immer kalt ist und schneit. Birkas Papa ist Fischer und oft auf dem Meer und Birka daher allein zu Hause. Eines Morgens sitzt ganz überraschend ein kleine Eisbär in Birkas Küche und futtert die Fischstäbchen, die Birka eingentlich für ihren Wandertag eingeplant hatte. Der kleine Eisbär stellt sich als Aki vor und wirft Birka vor, dass ihr Vater ein Fischdieb wäre. Denn seit Monaten würde verbotenerweise in den Gewässen der Bäreninsel gefischt werden. Und dass, obwohl in einem Abkommen zwischen Menschen und Eisbären vor vielen, vielen Jahren geregelt worden war, dass dieser Teil vom Eismeer den Eisbären ganz allein gehört. Den Vorwurf, dass ihr Vater ein Dieb wäre, kann Birka nicht auf sich sitzen lassen und macht sich auf, den wahren Fischdieb zu finden. Und sie weiß auch schon genau, wo sie ihre Nachforschungen beginnen wird. In der Fischfabrik, denn dort landen alle Fische, die die Fischer gefangen haben.

Ursendung im Radio: 26.12.2019

Veröffentlichung am: 26.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Papa, Kevin hat gesagt ... Staffel 3 (Tom Peuckert, Samir Nasir, Regine Ahrem) rbb / DAV 2019
Papa, Kevin hat gesagt ... Staffel 3 (Tom Peuckert, Samir Nasir, Regine Ahrem) rbb / DAV 2019

von Tom Peuckert, Samir Nasir, Regine Ahrem



101 Min.

Mit Bastian Pastewka, Carla Maria Oehring

Nach dem großen Erfolg des Remakes der Kulthörspiel-Serie "Papa, Charlie hat gesagt …" dürfen sich Fans nun auf die 3. Staffel der Radio-Comedy mit Bastian Pastewka und Mia Carla Oehring freuen. Fast jede der Geschichten beginnt mit dem Satz "Papa, Kevin hat gesagt …" von Tochter Greta. Ob es nun um Donald Trump, Hip Hop oder Feminismus geht – Kevins einfache Weltsicht bringt Gretas toleranten Vater in kürzester Zeit auf die Palme. Vor allem, weil er immer wieder erkennen muss, dass seine vermeintliche Weltoffenheit bei konsequentem töchterlichem Nachfragen ziemlich ins Wanken gerät...

Teil 1: Elitenschweine
Teil 2: Zensur
Teil 3: Verkehrswende
Teil 4: Stubenarrest
Teil 5: Äußerlichkeiten
Teil 6: Unterstützung
Teil 7: Gender
Teil 8: Seelische Gesundheit
Teil 9: Politiker
Teil 10: Arabisch
Teil 11: Hedonismus
Teil 12: Dchungelcamp
Teil 13: Challenge
Teil 14: Freiräume
Teil 15: Zukunftsfreitag
Teil 16: Maßstäbe
Teil 17: Hysterie
Teil 18: Drohnen
Teil 19: Badezimmer
Teil 20Todesstrafe
Teil 21: Karrieregeil

Ursendung im Radio: 25.11.2019

Veröffentlichung am: 23.12.2019 (CD)

Veröffentlichung am: 13.12.2019 (Download)

Downloadmöglichkeit beim Sender

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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Roter Glamour (Dominique Manotti) NDR / SWR 2019
Roter Glamour (Dominique Manotti) NDR / SWR 2019

von Dominique Manotti

Regie: Beatrix Ackers
Übersetzung: Andrea Stephani

Bearbeitung: Beatrix Ackers
Musik: Andreas Bick

109 Min.

Mit Barbara Nüsse, Felix von Manteuffel, Marc Hosemann, Gerd Warmeling, Stephan Schad, Katja Brügger, Markus John, Marina Frenk, Marlen Diekhoff, Christian Redl, u.v.a.

Der Präsident der Republik heißt François Mitterand. Wie jeden Morgen macht er mit seinem engsten Berater Bornand einen kleinen Spaziergang, auf dem die aktuellen Dinge unter vier Augen besprochen werden. "Sie wissen genau, dass ich Waffenverkäufe an kriegführende Staaten prinzipiell ablehne", sagt der Präsident. Doch der Absturz einer in Malta gestarteten Boeing 747 Cargo über der Türkei fördert trübe Geheimnisse ans Licht. Das Flugzeug war randvoll mit Raketen beladen, das Flugziel war der Iran. Dominique Manotti, emeritierte Professorin für Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, nimmt mal wieder ein brisantes politisches Thema auf's Korn.

Ursendung im Radio: 21.12.2019

Veröffentlichung am: 21.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Stella Menzel und der goldene Faden (Holly-Jane Rahlens) rbb / NDR 2019
Stella Menzel und der goldene Faden (Holly-Jane Rahlens) rbb / NDR 2019

von Holly-Jane Rahlens

Regie: Leonhard Koppelmann
54 Min.


Ein seltsamer Zauber geht von dem Stoff aus, den Stellas Urgroßmutter vor 100 Jahren zu einem edlen Wandbehang verarbeitete: Übersät mit Sternen und Schneeflocken, eingefasst mit einem goldenen Faden. Im Laufe der Zeit diente das Prachtstück zu allem Möglichen: Als Vorhang, als festliche Tischdecke, als Himmel für Stellas Wiege und schließlich als Kleid. In den Stoff hat sich tief eingeprägt, was seine Besitzerinnen erlebten. Er erzählt vom alten Russland, vom Berlin der 20er Jahre, von der Flucht der jüdischen Familie nach New York - von ihrer Rückkehr nach dem Krieg. Wenn das kein magischer Stoff für ein Hörspiel ist.

Ursendung im Radio: 24.12.2019

Veröffentlichung am: 24.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Wieder verfügbare Hörspiele:

Alles ist erleuchtet (Jonathan Safran Foer) SWR 2004
Alles ist erleuchtet (Jonathan Safran Foer) SWR 2004

von Jonathan Safran Foer

Regie: Leonhard Koppelmann
Übersetzung: Dirk van Gunsteren
Technische Realisierung: Dietmar Rözel, Christiane Köhler

Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Musik: Henrik Albrecht, Collegium Musicum Baden-Baden

174 Min.

Mit Wanja Mues, Samuel Weiss, Matthias Habich, Rosemarie Fendel, Gunda Aurich, Ernst August Schepmann, Friedrich von Bülow, Achim Buch, Hubertus Gertzen, Matthias Haase, Gertraud Heise, Horst Hildebrand, Walter Laugwitz, Heinz Meier, Kirstin Petri, Antje Roth, Heinz Schimmelpfennig, Willi Schneider, Rebecca Szerda, Berthold Toetzke, Nicole Boguth, Andrea Szerda, Gerd Andresen, Bodo Primus, Margarete Salbach, Susanne Fernandes Genebra


V.l.n.r.: Leonhard Koppelmann (Regie), Samuel Weiss, Wanja Mues, Matthias Habich; Bild: SWR / Monika Maier

"Als ich 19 war, fuhr ich für drei Tage in die Ukraine. Ich hatte ein Foto meines Großvaters mit einer Frau dabei, die laut unserer Familiengeschichte meinen Großvater vor den Nazis gerettet hat. Ich blieb drei Tage, am vierten fuhr ich nach Prag, wo ich zwei Monate lebte. Während dieses Sommers, in diesen zwei Monaten, schrieb ich die erste Fassung des Buches. Und dann verbrachte ich die nächsten zwei Jahre damit, es in eine druckfertige Fassung zu bringen." - So Jonathan Safran Foer, der es mit "Alles ist erleuchtet" schaffte, aus dieser kuriosen Expedition eine heitere Geschichte zu machen, die den Horror des Holocaust doch nie verdrängt.

Ursendung im Radio: 11.04.2019

Veröffentlichung am: 24.12.219

Downloadmöglichkeit beim Sender

BetaVille (Heiko Behr) WDR 2016
BetaVille (Heiko Behr) WDR 2016

von Heiko Behr

Regie: Thomas Leutzbach

52 Min.

Mit Nic Romm, Anja Herden, Jürgen Sarkiss, Oliver El-Fayoumy, Wolf Aniol, Michael-Che Koch, Till Klein, Leonie Renée Klein, Ines Marie Westernströer, Matthias Kiel, Moritz Heidelbach, Birger Frehse, Dominik Freiberger

Der Moment, als Rodrigo flach auf seinem Küchenboden liegt. Über sich den berüchtigten Geldeintreiber Säge, der mit seinem Lieblingswerkzeug verdächtig nah vor seinem Gesicht hantiert. Das ist der Moment, in dem Rodrigo klar wird: Jetzt wird es eng.

Rodrigo ist ein mickriger, mittelerfolgreicher Drogendealer, der sich schon oft aus brenzligen Situationen herausgequatscht hat. Leider scheint das diesmal nicht zu funktionieren. Er muss eine Menge Geld beschaffen. Und das schnell. Sein Lieblingskunde Ivo soll helfen. Also rast Rodrigo Richtung "BetaVille", wo Ivo lebt. "BetaVille" ist eine geschlossene Wohnanlage vor den Toren der Stadt, die wie eine Festung bewacht wird. In Ivos Haus fehlt von ihm jede Spur. Als plötzlich ein Mann vom Dach fällt, wird Rodrigo endgültig zum Gejagten. Auf der Flucht vor Säge, der Polizei und seinem Schicksal weiß er bald nicht mehr, wem er noch vertrauen kann. Vielleicht nicht mal sich selbst.

Ursendung im Radio: 03.11.2016

Veröffentlichung am: 27.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Charlott - Etwas verrückt (Wilhelm Speyer) rbb 2013
Charlott - Etwas verrückt (Wilhelm Speyer) rbb 2013

von Wilhelm Speyer

Regie: Moritz von Rappard
Regieassistenz: Johanna Steiner

Bearbeitung: Moritz von Rappard
Musik: Tom Dayan

55 Min.

Mit Charlott Verloh: Kathrin Angerer
Cornelia Fischer: Sophie Rois
Stanley Fischer: Stefan Kaminski
Justus Verloh: Ingo Hülsmann
Camilla Blank: Judith Engel
Cecil Dell: Peter Jordan
Holk: Axel Wandtke
Erzähler: Matti Krause
Musiker: Markus Ehrlich
Musiker: Nils Marquardt
Musiker: Kenneth Dahl Knudsen
Musiker: Tom Dayan
Musiker: Simon Kanzler

Berlin 1926: Charlott ist nicht nur etwas verrückt, sondern vor allem auch jung, hübsch und auf der Höhe ihrer Zeit. Doch sie hat ein Problem: Ihr fesches Cabrio ist nur zu einem Sechstel bezahlt und die Langusten zum Frühstück müssen mittlerweile auch angeschrieben werden. Da fallen ihr glücklicherweise die anderthalb Millionen wieder ein, die sie im Alter von 25 Jahren von ihrem toten Onkel aus Colombo erben soll. Doch Charlott kann unmöglich noch fünf Jahre warten. Ihr Tempo ist ein anderes und so entwirft sie auf der Avus kurzerhand einen toll-kühnen Plan: Mit einer raffinierten Intrige, die zwischen Berlin, Moskau und Paris angesiedelt ist, versucht sie ihr Ziel zu erreichen ... Die 1927 erschienene Romanvorlage des Journalisten Wilhelm Speyer avancierte seinerzeit schnell zum Bestseller und wurde sogar verfilmt. Die Kritik urteilte damals: "Ein Buch wie Champagner: spritzig, heiter, überschäumend." Moritz von Rappard hat den längst vergessenen Roman wiederentdeckt und für das Radio akustisch neu bearbeitet.

hoerspielTIPPs.net:
Ja, etwas verrückt - eine rasant inszenierte Kommödie, wobei das Tempo aber sehr gewollt hochgehalten wird. Das lenkt von der eher leichten Geschichte etwas ab, wirkt aber - auch aufgrund der fast permant eingesetzten Musikberieselung auch schnell etwas nervig.

Ursendung im Radio: 26.01.2014

Veröffentlichung am: 26.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Commissario Brunetti (21) Tierische Profite - WDR 2013
Commissario Brunetti (21) Tierische Profite - WDR 2013

von Donna Leon

Regie: Uwe Schareck

Bearbeitung: Uwe Schareck
50 Min.

Mit Hans-Jochen Wagner, Oliver Stokowski, Claudia Hübbecker, Catrin Striebeck, Udo Schenk, u. v. a.


Hans-Jochen Wagner und Oliver Stokowski; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Im Morgengrauen findet man eine männliche Leiche im Kanal. Der Tote wird offenbar von niemandem vermisst und das einzig Auffällige sind seine teuren Lederschuhe.

Commissario Brunetti muss seine ganze Menschenkenntnis und Kombinationsgabe aufbieten, um seinen 21. Fall zu lösen, der ihn von Venedig bis aufs Festland nach Mestre führt. Schließlich gelingt es ihm, die Identität des Toten sicherzustellen und Schritt für Schritt tastet er sich in einem Sumpf von skrupelloser Geldgier vor. Musste der Tierarzt sterben, weil er sich geweigert hatte, sich an den dunklen Machenschaften und Geschäften des Schlachthofes zu beteiligen, für den er seit einiger Zeit nebenberuflich tätig war?

hoerspielTIPPs.net:
Die Hörspielumsetzungen der Donna-Leon-Krimis gehören schon zu den jüngeren Klassikern des Radiokrimis. Fast jeder Roman wurde um die Jahrtausendwende aufwendig vertont - nicht nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, auch von privaten Anbietern.

In den letzten Jahren ist es etwas stiller geworden. Die Bücher erschienen regelmäßig weiter, die Hörspielveröffentlichungen blieben aus. Nach einer längeren Pause setzt man beim WDR jetzt wieder eine Romanvorlage um. In "Tierische Profite" nimmt der Titel schon recht viel von dem vorweg, was im Krimi passieren wird. Genau dieses Offensichtliche ist ein Problem des Falles. Ein anderes: Das Flair. Die Fälle - die früher üblicherweise als Doppelfolgen erschienen - hatten den Raum, eine besondere Atmosphäre aufzubauen. Das gelingt in dieser einen Radiostunde kaum. Der Kriminalfall an sich nimmt hier einfach zuviel Raum ein. Dabei vegeudet man - gerade am Anfang - Spielzeit mit einem viel zu langen Auftakt über die Feststellung der Identität eines Toten, obwohl der Fall diesen Umweg nicht gebraucht hätte. Das reißen die paar durchschaubaren Wendungen am Ende dann leider auch nicht raus.

Bei der Inszenierung gibt es weniger zu mäkeln. Hier gelingt Uwe Schareck eine solide Arbeit, auch Dank der gut agierenden Schauspieler - Dieses Niveau darf man bei einem WDR-Hörspiel allerdings auch erwarten.

"Tierische Profite" ist ein Krimi, der mir etwas zu wenig geboten hat. Der Story mangelte es etwas an Pfiff und dem gewohnten "Brunetti-Charme". Da konnte auch die ordentliche Inszenierung wenig retten - das Hörspiel erfüllt die Erwartungen, die man an ein Donna-Leon-Hörspiel haben darf, leider nicht.

Ursendung im Radio: 06.07.2013

Veröffentlichung am: 27.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Der Mann der Weihnachtsfrau (Peter Jacobi) DLR Kultur 2005
Der Mann der Weihnachtsfrau (Peter Jacobi) DLR Kultur 2005

von Peter Jacobi

Regie: Beatrix Ackers
Technische Realisierung: Alexander Brennecke, Eugenie Kleesattel
Regieassistenz: Elvira Brunnert

46 Min.

Mit Nora Schulte, Noah Delius, Conny Wolter, Astrid Meyerfeldt, Axel Wandtke, Margit Bendokat, Christian Gaul, Jürgen Thormann

Je näher Weihnachten rückt, umso mehr fragt sich Ronnie, wie der Weihnachtsmann eigentlich so vielen Kindern zur gleichen Zeit Geschenke bringen kann. Die Mutter sagt, dass der Weihnachtsmann schon in der Nacht vor Heiligabend kommt und die Geschenke bringt, aber das sei dann so spät in der Nacht, da schlafe Ronnie schon. Ronnie stellt sich einen Wecker, denn er möchte den Weihnachtsmann sehen. Ronnies Schwester Susanne will gerade den Wecker abstellen, damit nicht alle unnütz um Mitternacht aufwachen, da steht hinter den beiden Kindern die Frau des Weihnachtsmannes und unter dem Fenster wartet ein Rentier mit Schlitten auf die Kinder. Gemeinsam suchen sie den Weihnachtsmann.

Ursendung im Radio: 18.12.2005

Veröffentlichung am: 22.12.2019

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Der Reisende (Ulrich Alexander Boschwitz) NDR 2019
Der Reisende (Ulrich Alexander Boschwitz) NDR 2019

von Ulrich Alexander Boschwitz

Regie: Irene Schuck

Bearbeitung: Irene Schuck
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Technische Realisierung: Christian Alpen, Angelika Körber
Regieassistenz: Christine Wegerle
71 Min.

Mit Patrick Güldenberg, Wolfgang Pregler, Felix von Manteuffel, Oda Thormeyer, Anne Weber, Jonas Minthe, Paul Herwig, Achim Buch, Erkki Hopf, Julian Greis, Matti Krause, Jürgen Uter, Bekim Latifi, Sebastian Rudolph, Anne Moll, Jens Wawrczeck, Jan-Peter Kampwirth, Tilo Werner, Christoph Tomanek, Anne Müller, Veit Stübner, Angelika Richter, Peter Weis


Patrick Güldenberg; Bild: NDR/NDR Radiokunst

Er ist wohlhabend und gebildet, angesehener Kaufmann und Unternehmer, ein Bürger durch und durch. Und er ist Jude. Obwohl die Welt um ihn herum gerade in Scherben zerbricht, und die Gewaltexzesse gegen Juden in vollem Gange sind, wähnt er sich in Sicherheit. Doch dann poltert die Gestapo in seine Wohnung und er muss fliehen, Hals über Kopf: "Mir ist der Krieg erklärt worden, mir persönlich." Mit einer Aktentasche voller Geld reist er ziellos umher. Rattert auf Gleisen erschöpft durch eine Republik, in der er nicht mehr leben darf.

hoerspielTIPPs.net:
Bedrückend und beklemmend - einfach ein fesselndes Hörspiel! Die Geschichte eines Juden, der die Gefahr durch die regierenden Nazis ignoriert und erst (zu) spät erkennt, dass er und seine Familie in Gefahr ist. Die Geschichte wird eindringlich erzählt und vermittelt auf glaubhafte und nachvollziehbare Weise, das Schicksal der jüdischen Menschen. Ein packender und spannender Blick in die 30er Jahre - aktuell wie nie seither.

Ursendung im Radio: 13.01.2019

Veröffentlichung am: 13.01.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Die Blendung (Elias Canetti) BR / ORF 2013 / der hörverlag
Die Blendung (Elias Canetti) BR / ORF 2013 / der hörverlag

von Elias Canetti

Regie: Klaus Buhlert
Redaktion: Herbert Kapfer, Katarina Agathos, Peter Klein
Technische Realisierung: Josuel Theegarten, Anna Kuncio, Andreas Meinetsberger, Daniela Röder, Stefan Wirtitsch
Regieassistenz: Stefanie Ramb - Andrea Imler

Bearbeitung: Klaus Buhlert
Musik: Klaus Buhlert

627 Min.

Mit Manfred Zapatka, Samuel Finzi, Birgit Minichmayr, Johannes Silberschneider, Wolfgang Böck, Ulli Maier, Simon Morzé, Johannes Silberschneider, Wolfram Berger, Thomas Reisinger, Wolf Bachofner, Hermann Scheidleder, Johanna König, Gottfried Breitfuß, Brigitte Neumeister, Johanna König, Eva Mayer, Brigitte Kren, Gerald Votava, Toni Slama, Hanno Pöschl, Stefano Bernhardin, Branko Samarovski, Michou Friesz, Helmut Bohatsch, Thomas Kamper, Florian Teichtmeister, Gerti Drassl, Karl Markovics

Eine mehrteilige "Comédie humaine an Irren" sollte es werden, doch von dem ursprünglichen Pandämonium, bevölkert von Typen wie dem religiösen Fanatiker, dem Wahrheitssucher oder dem Phantasten blieb allein "der Büchermensch" übrig: Peter Kien. Er ist Protagonist von Elias Canettis erstem und einzigen Roman Die Blendung, der 1931 entstand, 1935 im Wiener Verlag Herbert Reichner erschien, dem Autor aber erst in den 60er Jahren breite Anerkennung einbrachte. Erzählt wird der Weg des Privatgelehrten und Sinologen Peter Kien in den Wahnsinn. Kien, der seit Jahren nur noch für und in seiner riesigen Privatbibliothek lebt, ein "Kopf ohne Welt" – so der Titel des ersten Teils –, wird von seiner geldgierigen Haushälterin Therese Krumbholz, die ein Faible für Bücher vortäuscht, zur Heirat verführt. Die Ehe gestaltet sich als Kampf zweier Wahnwitziger, in dem Kien den Kürzeren zieht, aus der Wohnung vertrieben wird und in der Wiener Halbwelt landet. Konfrontiert mit einer "Kopflosen Welt" begegnet Kien dort dem Kleinkriminellen und Schachfanatiker Fischerle, der es auch nur aufs Geld abgesehen hat. Im dritten Teil "Welt im Kopf" tritt der Bruder Georg auf den Plan, wirft Therese mit ihrem Liebhaber, dem gewalttätigen Hausverwalter Pfaff, aus der Wohnung und versorgt den Professor wieder mit Geld. Im furiosen Schlusskapitel setzt der wahnsinnig gewordene Kien seine Bibliothek und sich selbst in Brand: ein Autodafé unter schallendem Gelächter.

Angesichts des Nomadenlebens der Jugendzeit, angesichts von Massenaufläufen und der Inbrandsetzung des Wiener Justizpalastes durch demonstrierende Arbeiter im Jahr 1927 und angesichts der emotionalen Kälte der Großstadtmenschen im gehetzten Berlin der 20er Jahre war Elias Canetti klar geworden: "Die Welt war zerfallen, und wenn man den Mut hatte, sie in ihrer Zerfallenheit zu zeigen, war es noch möglich, eine wahrhafte Vorstellung von ihr zu geben." Statt beschönigender Ästhetisierung oder singulärem Erzählerstandpunkt wollte Canetti mit Extremfiguren und Außenseiterexistenzen Schlaglichter auf die Welt, auf "Figuren am Rande des Irrsinns" werfen. Die "wahrhafte Vorstellung" von einer chaotischen Welt gestaltete er in Die Blendung demnach als minutiöse Nachzeichnung einzelner, unvereinbarer Wahnwelten. Schonungslos führt der Text in brachiale Kosmen der Verblendung und die Privatmythen der Figuren sind Ausdruck von Welt- und Selbstentfremdung, deren "realistische" Darstellung in Entmenschlichung, ins Animalische, in die Groteske mündet. Die Mischung aus Erzählung, innerem Monolog, erlebter Rede und aus vom Autor aus seinem tatsächlichen Erfahrungsumfeld aufgegriffenen Dialogen vermittelt diesen Wahnsinn auch als einen sprachlichen, der gegenseitige Verständigung unmöglich werden lässt. In der literarischen Tradition eines Johann Nestroy, Karl Kraus oder Franz Kafka führt Canetti den Kampf zwischen Geist und Wirklichkeit bis zum Zusammenbruch abendländischer Ratio, der auch das faschistische Desaster vorzeichnet.

Ursendung im Radio: 06.10.2013

Veröffentlichung am: 26.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

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Die Geschichte der 1002. Nacht (Joseph Roth) DLR / ORF 2009
Die Geschichte der 1002. Nacht (Joseph Roth) DLR / ORF 2009

von Joseph Roth

Regie: Robert Matejka

Bearbeitung: Helmut Peschina
Musik: Max Nagl

110 Min.

Mit Joseph Lorenz, Stefanie Dvorak, Michou Friesz, Dietrich Siegl, Erwin Steinhauer, Cornelius Obonya, Elisabeth Orth

Der Schah von Persien reist, um seiner orientalischen Langeweile zu entkommen, auf Staatsbesuch nach Wien. Er sehnt sich nach exotischen Ländern und nach exotischen Frauen.

Auf einem Ball, der ihm zu Ehren gegeben wird, begehrt er, in Unkenntnis der hiesigen Sitten, für sein nächtliches Vergnügen die schöne Baronin W., die ihrerseits aber dummerweise mit einem Sektionschef aus dem Finanzministerium verheiratet ist.

Das Krisenkomitee schwitzt, tagt - und handelt. Der junge Rittmeister Alois Franz Baron von Taittinger erkennt, dass die Baronin W. einer gewissen Mizzi Schinagl, die er des öfteren heimgesucht und mit der er einen unehelichen Sohn hat, zum Verwechseln ähnlich sieht. Mit Hilfe der Garderobe des Burgtheaters wird Mizzi als Fürstin ausstaffiert und dem orientalischen Gast zugeführt.

Nach der solcherart glücklich überstandenen gemeinsamen Nacht schenkt der Schah der falschen Baronin zum Dank drei Reihen großer schwerer Perlen - und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mizzi gerät in die Hände von Betrügern, ein schmieriger Redakteur deckt den Schwindel auf, Taittinger muss seinen Dienst quittieren. Am Ende fällt ein Schuss ...

Pointenreich und gnadenlos decouvriert Joseph Roth in dem 1939, seinem Todesjahr, erschienenen Roman die gesellschaftliche Verkommenheit und doppelte Moral der ausklingenden Donaumonarchie.

Helmut Peschina, der neben der "Strudlhofstiege" von Heimito von Doderer und Werken von Elias Canetti und Hans Lebert bereits mehrere Romane von Joseph Roth für den Hörfunk bearbeitet hat, hat diesmal, gemeinsam mit seinem Regisseur Robert Matejka, ein besonderes - und besonders raffiniertes - Konzept gefunden, um der Vielzahl der handelnden Personen "Herr" zu werden.

Musikalisch begleitet von Max Nagl spielen Joseph Lorenz, Stefanie Dvorak, Michou Friesz, Dietrich Siegl, Erwin Steinhauer, Cornelius Obonya und Elisabeth Orth

Ursendung im Radio: 11.04.2009

Veröffentlichung am: 27.12.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Die Legende vom heiligen Trinker (Joseph Roth) DLR / France Culture / SR 2007
Die Legende vom heiligen Trinker (Joseph Roth) DLR / France Culture / SR 2007

von Joseph Roth

Regie: Marguerite Gateau
Übersetzung: Cécile Wajsbrot
Geräusche: Sophie Bissantz
Ton: Jean Szymczak, Thorsten Weigelt

Bearbeitung: Helmut Peschina
Musik: Jörn Lazarus

58 Min.

Mit Martin Engler, Philippe Magnan, Tony de Mayer, Christian Pelissier, Amélie Jallier, Jule Böwe, George Claisse, Camille Garcia, Olivier Perrier, Peter Davor, Karin Adrover, Michael Rotschopf

Die Legende vom heiligen Trinker führt uns ins Paris von 1934. Hier, wo Joseph Roth als Emigrant in elender Lage lebte, entstand die Erzählung vom heimatlosen Trinker Andreas aus Schlesien, dem unter den Brücken der Seine doch noch ein Wunder geschieht: Ein Fremder gibt ihm 200 Francs.

Das Geld reicht für ein gutes Essen mit Wein, für eine Zeitung und sogar für einen Friseurbesuch am nächsten Morgen. Schon wieder ein Glückstag: Andreas findet Arbeit und verdient 200 Francs. Nun wird er das Geld zurückgeben, pünktlich zur Heiligen Messe am Sonntag. Oder gleich nach dem nächsten Pernod.

Ursendung im Radio: 21.02.2007

Veröffentlichung am: 27.12.2019

Downloadmöglichkeit beim DLF Kultur

Die Weihnachtsgans Auguste (Friedrich Wolf) SRF 2017
Die Weihnachtsgans Auguste (Friedrich Wolf) SRF 2017

von Friedrich Wolf

Regie: Susanne Janson
Tontechnik: Tom Willen

Bearbeitung: Susanne Janson
Musik: Benjamin Pogonatos

70 Min.

Mit Anikó Donáth, Katka Kurze, Dirk Glodde, Leonie Hennig, Marlene Gutjahr, Steven Biedermann, u. v. a.

Der kleine Peti schliesst die weisse Gans sofort ins Herz, die sein Vater überraschend nach Hause mitbringt. Bald sind sie unzertrennlich. Doch warum hat Vater Löwenhaupt das lebende Tier überhaupt gekauft? Denn eigentlich träumt er doch die ganze Zeit nur von einem weihnachtlichen Festessen...

Grundsätzlich ist die Familie schon turbulent genug: Vater Löwenhaupt, der despotische Opernsänger, schmettert seine Arien, zwingt die Familie zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen und träumt von der guten alten Zeit und einem schönen Festessen, Mutter Sarah geht alles zu Bruch, was sie in die Finger nimmt, und die drei Kinder Elli, Gerda und Peti streiten, schreien und zoffen, was das Zeug hält. Und als dann auch noch eine lebende Gans ins Haus kommt, wird die ach so besinnliche Vorweihnachtszeit im Hause Löwenhaupt zu einer echten Zerreissprobe für die Nerven. Als die Gans dann auch noch zu sprechen beginnt, ist das Chaos perfekt.

Friedrich Wolfs Kinderbuchklassiker war viele Jahrzehnte lang fester Bestandteil der Weihnachtszeit in der DDR und wird auch heute noch gerne rezipiert: als Buch, Film oder Hörbuch. SRF hat nun erstmals eine Hörspielfassung erstellt, die das Märchen aus der Nachkriegs- in die aktuelle Zeit holt.

hoerspielTIPPs.net:
Dem SRF gelingt ein wunderbares Weihnachtshörspiel! Die ebenso großartige wie einfache Geschichte von Konrad Wolf in einer höchst lebendigen Inszenierung, erzeugt sehr viel Hörspaß. Es wäre schön, wenn man sich manche bräsigen Hörspiele, sich hier in Punkto Erzähltempo und Lebendigkeit etwas abschauen würden.

Ursendung im Radio: 24.12.2017

Veröffentlichung am: 25.12.2019

Downloadmöglichkeit beim SWR

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Em Godi Muurer si Geischt (Heinz Stalder) DRS 2006
Em Godi Muurer si Geischt (Heinz Stalder) DRS 2006

von Heinz Stalder

Regie: Päivi Stalder

Musik: Martin Bezzola

48 Min.

Mit Silvia Jost, Dieter Stoll, Daniel Ludwig, Marlies Fischer, Liliana Heimberg, Ernst C. Sigrist, Stefano Wenk, Sonja Gertsch, Frank Demenga, Florian Amacher, Janine Amacher, Franziska Willi, Kevin Graber

Frei nach Charles Dickens "A Christmas Carol"

Im Dorf Allenwolken lebt der Bauer und Geschäftsmann Karl Maurer. Er ist ein griesgrämiger alter Mann, der keine Sympathie und Liebe kennt und seine Mitmenschen nur ausnutzt. Auch an Weihnachten.

An Feiertagen kennt Karl Maurer ebenso keine Freude und Milde wie an ganz gewöhnlichen Arbeitstagen. Da erscheint ihm sein Bruder, der gute Godi Maurer, der viel zu früh verstorben ist. Godi war ein guter Mensch, und ihn haben die Leute in Allenwolken geliebt. Trotzdem findet Godi als Geist keine Ruhe. Er kommt nun, um seinen übellaunigen Bruder zu warnen. Er zeigt seinem Bruder Karl drei Weihnachtsabende: einen alten, den jetzigen und die zukünftige Weihnacht.

Es ist die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte der Welt: Der geizige, alte Geschäftsmann, der eines Nachts von drei Geistern besucht wird, und die sein Leben komplett verändern. In Heinz Stalders Version von Charles Dickens' "A Christmas Carol" heisst Ebenezer Scrooge Karl Maurer, und auch er blickt in einen Spiegel, der ihm ein schauriges Schauspiel vorführt.

Veröffentlichung am: 20.12.2019

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Hollywood Shootout (Myra Cakan) WDR 2008
Hollywood Shootout (Myra Cakan) WDR 2008

von Myra Cakan

Regie: Petra Feldhoff

52 Min.

Mit Barbie: Janina Sachau
Queenie: Helene Grass
Eugene: Bruno Winzen
Rob Nixon: Peter Davor
Dave: Alexander Hauff
Ernie: Daniel Berger
Detective Jo Brubaker: Irina Wanka
Sergeant A. O´Malley: Udo Kroschwald
Nervöser Cop / Cop: Peter Nottmeier
Detective Sullivan: Florian Lukas
Junkie-Zeuge / Reporter / SWAT 1: Christian Schramm
Reporter 2 / SWAT 2: Gregor Höppner
Einsatzleiter / CSI-Typ: Thomas Lang
Cathy Karma: Ilknur Bahadir
Bluna Merlman / Climona Snyder / Jasmin: Caroline Schreiber
Whitney Sears / Karen Rock / weiblicher Gast / Zentrale: Pirkko Marie-Luise Cremer
Clayton Talley / Bob: Vittorio Alfieri
Cliff Endicott / Captain Cramer: Walter Gontermann
Kameratyp: Maximilian Hilbrand


Janina Sachau und Helen Gras; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Drei Frauen - eine Mission: Los Angeles von den ganz miesen Typen zu befreien. Aber während Detective Joleen "Joe" Brubaker den Buchstaben des Gesetzes folgt, haben zwei Prostituierte vom Straßenstrich in Downtown Hollywood ganz andere Ideen. Gedemütigt, mit falschen Versprechen gelockt und als Sexobjekte missbraucht, beginnen Barbie Miller und Queenie LaBoef brutal zurückzuschlagen. Ein berühmter Schauspieler wird das erste Opfer ihrer angestauten Wut.

Schnell stürzen sich die Medien auf den spektakulären Mord. Und Barbie und Queenie erkennen, dass sie doch noch berühmt werden können: und zwar, indem sie weiter morden. Alle Männer des Showbiz, die sie betrogen und ausgenutzt haben, sollen nun sterben. Detective Joe Brubaker erkennt schnell die Zusammenhänge zwischen den Morden. Doch will sie die "Hollywood-Killer" wirklich schnappen?

Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Kaspar und Opa - Alle Hörspiele (Mikael Engström) SWR / DAV 2017
Kaspar, Opa und der Schneemensch (Mikael Engström) SWR / DAV 2017

von Mikael Engström

Regie: Tobias Krebs
Übersetzung: Birgitta Kicherer
Technische Realisierung: Andreas Völzing, Sonja Röder, Angela Raymond, Judith Rübenach
Regieassistenz: Constanze Renner

Bearbeitung: Tobias Krebs
ca. 55 Min.

Mit Jannek Petri, Joscha Brandl, Christian Grashof, Lou Tillmanns, Ernst Konarek, Hedi Kriegeskotte, Paul Faßnacht, Lisa Schlegel, Vincent Leitersdorf, Michael Tregor, Caroline Junghans, Lisbeth Felder, Walter Filz, Steven Biedermann, Matti Krause, Michael Stiller, Eva Derleder, Max Ruhbaum, Oliver Jacobs


Kaspar (Joscha Brandl), Großvater (Christian Grashof) und der "Schneemensch" (Regisseur Tobias Krebs); Bild: SWR/Monika Maier

Die rührenden und humorvollen Enkel-Großvater-Geschichten von Mikael Engström erzählen mit Leichtigkeit und Tiefgang von großen Themen wie Vergänglichkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und von der Schönheit der Natur. Sie stehen ganz in der Tradition der zauberhaften Kinderliteratur Schwedens.


Ursendung im Radio: 24.12.2017

Veröffentlichung am: 13.10.2017

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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Oh Tannenbaum - Ein Weihnachtssyndrom (Hans Hausmann) DRS 1991
Oh Tannenbaum - Ein Weihnachtssyndrom (Hans Hausmann) DRS 1991

von Hans Hausmann

Regie: Martin Bopp
Technische Realisierung: Sibylle Weber, Vreni Palm

41 Min.

Mit Hans-Jörg Hersberger, Trudi Roth, Germain Muller, Buddy Elias, Susanne Thommen, Noemi Steuer, Colette Greder

Einmal, nur ein einziges Mal möchte Florian Moser Weihnachten ohne den traditionsbeladenen Baum feiern. Ohne die ewigen Nadeln überall, ohne Kerzenwachs auf Teppich und Parkett, ohne latente Umsturzgefahr mit anschliessender Feuersbrunst – mit einem Wort: in Frieden!

Die Ausgangssituation scheint günstig: Die beiden Söhne schnuppern längst den Duft der grossen, weiten Welt. Onkel Alfons ist Kummer gewohnt und daher aus Prinzip liberal, und sogar Gattin Sonja lehnt die Idee von Weihnachten ohne Baum nicht rundweg ab. Doch dann stört ein mysteriöser Telefonanruf die trügerische, vorweihnachtliche Einigkeit...

Veröffentlichung am: 23.12.2019

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Schattenspur (Bev Marshall) DLR 2005
Schattenspur (Bev Marshall) DLR 2005

von Bev Marshall

Regie: Irene Schuck
Technische Realisierung: Bernd Friebel
Übersetzung: Almuth Carstens

Bearbeitung: Irene Schuck
54 Min.

Mit Sheila: Laura Maire
Stoney Barnes: Alexander Khuon
Mr: Carrut: Guntbert Warns
Mrs: Carrut: Cristin König
Annette Cotton: Karina Plachetka
Rowena Cotton: Frauke Poolman
Lloyd Cotton: Bernhard Schütz
Ian Barnes: Götz Schulte
Earlene Barnes: Christin Marquitan
Leland Graves: Jens Wawrczeck
Sheriff: Udo Kroschwald
Pathologe: Friedhelm Ptok

Zebulon, eine Kleinstadt in Mississippi, 1941. Eines Tages taucht Sheila Barnes auf der Farm der Cottons auf. Sheila hatte es nie leicht in ihrem Leben: Ihr Vater hat sie missbraucht, und sie ist durch einen Buckel missgestaltet. Dennoch strahlt sie eine Lebenskraft aus, der sich niemand in ihrer Umgebung entziehen kann. Auch nicht der gutaussehende Farmarbeiter Stoney. Die beiden werden ein Paar und heiraten. Doch dann wird Sheilas Leiche im Maisfeld gefunden, und nichts ist mehr, wie es war.

hoerspielTIPPs.net:
Das Erstlingswerk der amerikanischen Schriftstellerin Bev Marshall aus dem Jahr 2002 in einer reizvollen Bearbeitung der Regisseurin Irene Schuck. Absolut empfehlenswert. Wirklich spannend aufgebaut, da insgesamt 5 Personen !!! aus dem Stück auch als Erzähler auftreten und die Story quasi immer wieder von Anfang aus ihrer Sicht erzählen. Mehr wird nicht verraten...' (BF) (auf hoerdat.de)

Dieses Statement würde ich etwas relativieren. Sicherlich ist es eine nette Umsetzung und die Idee mit den fünf Erzählern hat auch was. Die Euphorie kann ich jedoch nur bedingt teilen, da mich das Teil nicht so wirklich mitgerissen hat.

Ursendung im Radio: 29.01.2006

Veröffentlichung am: 27.12.2019

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Schreckmümpfeli - Schlafmittel (Ulrich Knellwolf) DRS 2002
Schreckmümpfeli - Schlafmittel (Ulrich Knellwolf) DRS 2002

von Ulrich Knellwolf

Regie: Reto Ott
Technische Realisierung: Martin Weidmann

7 Min.

Mit Urs Bihler, Josef Ostendorf, Daniel Rohr

Wie soll man nach einem solch langweiligen Tag ruhigen Herzens einschlafen?

Veröffentlichung am: 24.12.2019

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Treffen sich zwei (Iris Hanika) NDR / SWR 2009
Treffen sich zwei (Iris Hanika) NDR / SWR 2009

von Iris Hanika

Regie: Irene Schuck
Redaktion: Susanne Hoffmann
Technische Realisierung: Gerd-Ulrich Poggensee, Ole Halver
Regieassistenz: Roman Neumann

Bearbeitung: Irene Schuck
55 Min.

Mit Senta: Inga Busch
Thomas: Jens Wawrczeck
Erzählerin: Astrid Meyerfeldt
Gabriela Maria Schmeide, Uli Plessmann, Telat Yursever

Ein Coup de foudre in einer hitzegesättigten, aufgeprickelten August-Nacht katapultiert zwei Berliner Großstadt-Singles aus ihren gewohnten Bahnen. Rein in die sumpfigen Landschaften der Liebe, der Sehnsucht, des Begehrens. Er: ein nüchterner Typ, Systemberater, Sie: eine wundergläubige, zu hysterischen Exaltationen und Tränenausbrüchen neigende Geisteswissenschaftlerin. Sie langweilt sich tagein tagaus in einer Galerie, wo sie sich ausgiebig ihren eigenen Gefühlen und denen berühmter Geistesgrößen widmet. Er ist megagestresst von seinem Job. Nach der ersten ekstatischen Nacht gehen die Liebeszweifel los, beginnt die Ambivalenz ihr immergleiches Spiel ...

hoerspielTIPPs.net:
Unter dem etwas unspektakulären Titel "Treffen sich zwei" erzählt Iris Hanika von einer modernen Großstadtliebe, die unter dem merkwürdigen, aber sehr glaubwürdigen, Manko leidet, dass beide Protagonisten eigentlich wissen, wie perfekt eigentlich alles ist, aber dieses Wissen sich nicht selbst eingestehen.

Hanika zeichnet diese Geschichte sehr detailgetreu und kupfert von der Wirklichkeit ab. Natürlich nutzt sie einige Klischees, die allerdings nicht stören, sondern im Gegenteil helfen, das Erzählte allgemeingültiger und somit anschaulicher zu halten.
Anders als die Buchausgabe kommt diese Kurzfassung in Hörspielform ohne Längen aus.

Produziert ist diese Erzählung in einer sehr adäquaten, modernen Inszenierung, die interessant, allerdings nicht unbedingt schlüssig ist. Gerade Jens Wawrczeks Einsatz als handelnde Figur und Erzähler ist etwas merkwürdig, da die Funktion bei der weiblichen Rolle getrennt ist.
Allerdings stört es die Geschichte nicht großartig. Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung sind die Leistungen der Sprecher, und die können wirklich überzeugen.

"Treffen sich zwei" ist eine Liebesgeschichte, die herrlich unkitschig ist und den Hörer mal sehr angenehm unterhält, mal erschreckt und am Ende merkwürdig versöhnt.

Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Ursendung im Radio: 26.04.2009

Veröffentlichung am: 26.12.2019

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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Und das Licht scheint in der Finsternis (Leo Tolstoi) DLF 2010
Und das Licht scheint in der Finsternis (Leo Tolstoi) DLF 2010

von Leo Tolstoi

Regie: Elisabeth Panknin
Technische Realisierung: Ernst Hartmann, Hanna Steger
Regieassistenz: Ralf Haarmann

Bearbeitung: Gerhard Ahrens
55 Min.

Mit Werner Wölbern, Ulrike Krumbiegel, Maria Happel, Hedi Kriegeskotte, Daniel Wiemer, Johanna Marx, Johannes Schäfer, Camilla Renschke, Volker Risch

Im Jahre 1890 beginnt Leo Tolstoi (1828-1910) seine dramatische Autobiografie ,Und das Licht scheint in der Finsternis': In diesem unvollendeten Schauspiel antizipiert Tolstoi seine 1910 erfolgte dramatische Flucht in ein Dasein ohne Besitz und Familie, die weltweit Aufsehen erregte und mit dem Tod des schon damals durch seine Jahrhundertromane ,Krieg und Frieden' und ,Anna Karenina' weltberühmten Schriftstellers ein Ende fand. Das Stück handelt von Konflikten, die nicht nur Leben und Werk des späten Tolstoi bestimmt haben, sondern auch heute noch auf der Tagesordnung stehen …

Ursendung im Radio: 20.11.2010

Veröffentlichung am: 25.12.2019

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Weihnachten im Leuchtturm auf den Hummerklippen (James Krüss) mdr 2008
Weihnachten im Leuchtturm auf den Hummerklippen (James Krüss) mdr 2008

von James Krüss

Regie: Hans Helge Ott

Bearbeitung: Caren Pfeil
Musik: Serge Weber

53 Min. / 69 Min.

Mit Der Dichter Herr Boy: Uwe Friedrichsen
Leuchtturmwärter Hauke Sievers: Wolfgang Völz
Katja: Paula Dinnebier
Philine: Maria Happel
Annette: Lucie Telemann
Alex: Matthias Matschke
Andreas: Paul Schulze
Juan Antonio: Sven Lehmann
Kathinka: Corinna Waldbauer
Julchen: Carmen Birk
Schwester: Katharina Kohl
Bruder: Lukas Sickert
Fabrikantenfrau: Heike Ronninger
Sabine: Emma Telemann
Dschemal: Helmut Krauss
Der Händler von Isfahan: Jens Wawrczeck
Bleibdabei: Sven Plate
Lieberso: Meike Droste
Ellen Hellwig, Maria El-Halabi, Carl Heinrich, Charlotte Suckow, Raschid D. Sigidi, Andreas Keller, Jörg Malchow, Marlies Reusche, Günter Grabbert, Rosemarie Deibel

Bevor der Leuchtturm auf den Hummerklippen eines Tages automatisch betrieben wird und niemand hier mehr wohnen muss, wollen Katja und Boy dort unbedingt noch einmal Weihnachten feiern. Zusammen mit Katjas Großvater, dem Leuchtturmwärter Hauke Sievers sitzen sie warm und trocken im runden Weihnachtszimmer, während draußen ein Wintersturm die Wellen der Nordsee hochschlagen lässt. Was könnte da schöner sein, als sich die Zeit mit Geschichten zu vertreiben.

Boy, der von Beruf Dichter ist, erzählt von einem ganz besonderen Weihnachtsfest auf der kleinen Insel Lobos. Hauke hat eine ganze Kiste voll Geschichten von Seemännern, die einst im Leuchtturm Zuflucht suchten und zieht eine über die beiden ungleichen Brüder "Lieberso und Bleibdabei" heraus. Leuchtturmmaus Philine sorgt dafür, dass ihre Artgenossen nicht vergessen werden. Auch Katjas Künste im Gedichtaufsagen sind nicht zu verachten, und so erzählt und reimt sich die kleine Gesellschaft bis ins neue Jahr.

hoerspielTIPPs.net:
In dieser Geschichte bettet James Krüss viele kleine Geschichten und Gedichte in eine kleine und nette Rahmenhandlung ein. In dieser agieren Wolfgang Völz, Uwe Friedrichsen, Paula Dinnbier und Maria Happel. Sie erzählen sich kleine Episoden, die dann in eigenen kleinen Hörspielen dargestellt werden.

Allein diese Stammbesetzung passt natürlich perfekt. Wolfgang Völz steht der Seebär nicht erst seit Kapt'n Blaubär gut und Friedrichsen passt natürlich auch exzellent ins maritime Klima.

Die erzählten Geschichten und Gedichte, können allerdings mit dem tollen Flair rund um den Leuchtturm auf den Hummerklippen nicht mithalten. Sie spielen zwar in speziellen Orten, wie z. B. dem Orient, man schafft hierbei aber nicht die großen Kulissen und lässt es mehr über den Text wirken.

Hinzu kommt, dass man diese Geschichte ebenfalls mit sehr guten Stimmen besetzt hat. Herausragend ist hier insbesondere das Duo Jens Wawrczeck und Helmut Krauss in der Geschichte mit dem fliegenden Teppich.

Auch wenn die Qualität vielleicht nicht ganz an das ähnlich aufgestellte "Ein Eisbär ist kein Pinguin" heranreicht, ist diese Produktion doch auch wieder ein herrlicher Ausflug in die Welt des James Krüss.

Ursendung im Radio: 25.12.2008

Veröffentlichung am: 25.12.2019

Downloadmöglichkeit beim DLF Kultur

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