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OHrcast

OhrCast-LogoSeit 2011 präsentieren Martin Stelzle (Knallbunt) und Olaf von der Heydt (hoerspieltipps.net) im OhrCast aktuelle Hörspiele, egal, ob sie im Radio zu hören, im Handel erhältlich oder im Netz zu finden sind. (Fast) jeden Monat gibt es eine neue Ausgabe.

Den OhrCast gibt es als Podcast zum abonnieren und / oder herunterladen; Die Übersicht findet ihr hier auf dieser Seite.

Ihr findet dabei auch Links die direkt zur entsprechenden Stelle im OhrCast bei YouTube führen. Die Infolinks führen zur entsprechenden Seite hier auf hoerspieltipps.net.
 

OhrCast 92 - Prater Bowns Jungesellenabschiedinnen oder die paniköse Macabrizität der Armfarbe

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Unser Sommerloch-Kurzohrcast - nur mit dem Voraushör in den September. Dafür wird der nächste OhrCast wieder richtig voll. 

Wir wünschen viel Spaß beim Hören!



Voraushör September 2019

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Cover Hörspiele September 2019Neue Hörspiele im September 2019 und unsere Empfehlungen haben wir hier zusammengestellt. Wer mitblättern möchte wird auf hoerspieltipps.net fündig. Dort gibt es ab dem 28. August das neue Hörspielheft (pdf, 5,3 MB) mit allen September-Hörspielen. Dort findet ihr auch noch ein paar Empfehlungen, die aufgrund der frühen OhrCast-Deadline in dieser Podcast-Ausgabe noch nicht enthalten sind. 






Erstmals vorgestellt haben wir euch in dieser Episode diese Hörspiele:


Der Tod (Woody Allen) SWF / RB / SFB 1981
(Vorstellung im OhrCast bei 7'55'')

Der Tod (Woody Allen) SWF / RB / SFB 1981

von Woody Allen

Regie: Peter Michel Ladiges
Übersetzung: Stephan Jungk
Technische Realisierung: Ludwig Groß, Marlies von Stedmann

55 Min.

Mit Matthias Ponnier, Andreas Szerda, Christian Brückner, Friedrich von Bülow, Charles Wirths, Heinz Meier, Helmut Wöstmann, Gisela Trowe, Ernst Jacobi, Marianne Lochert, Horst Michael Neutze, Michael Thomas, Berth Wesselmann, Jochen Holtgrewe, Dieter Eppler, u.a.

Als eines Nachts wildfremde Leute bei ihm klingeln, weiß Kleinmann, daß es ihm irgendwie an den Kragen geht. Dabei soll er lediglich bei der Mörderjagd mitmachen, vor der sich niemand drücken darf, dem das öffentliche Wohl am Herzen liegt. Kleinmann liegt eigentlich mehr an seiner Nachtruhe, aber die wildentschlossenen Mörderjäger lassen ihm keine Wahl. Leider ist die Jagd schlecht organisiert: Kleinmann wartet vergeblich auf die versprochenen Anweisungen, obwohl um ihn herum ständig die heißesten Spuren verfolgt werden. Eine davon endet bei ihm selbst. Ob damit auch das Ende der Jagd in Sicht ist, kriegt Kleinmann nicht mehr mit.

Ursendung im Radio: 21.05.1981

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Verborgenes Fenster, verborgener Garten (Stephen King) WDR 2000
(Vorstellung im OhrCast bei 13'24'')

Verborgenes Fenster, verborgener Garten (Stephen King) WDR 2000

von Stephen King

Regie: Walter Adler
Übersetzung: Nikolaus Scharfenbeck
Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer, Matthias Fischenich

Bearbeitung: Gregory Evans
110 Min.

Mit Martin Reinke, Werner Wölbern, Felix von Manteuffel, Leslie Malton, Burghart Klaußner, Herbert Schäfer, Hermann Lause, Gunda Aurich, Michael Hanemann, Peter Harting, Wolfgang Rüter, Evelyn Matzura

Ein abgelegenes Ferienhaus am Tashmore Lake: Albträume zersetzen den Schlaf von Morton Rainey, einem Bestseller-Autor, der die Trennung von seiner Frau Amy nicht verwinden kann. Da bohrt sich ein lang anhaltendes Klingeln in sein Unterbewusstsein. An der Tür steht ein zwielichtiger Mann und behauptet, Morton habe eine Geschichte von ihm gestohlen und unter seinem Namen veröffentlicht. "Verborgenes Fenster, verborgener Garten - von John Shooter" steht auf dem Manuskript, das Morton in die Hände gedrückt bekommt. Es stimmt mit seiner Erzählung nahezu vollständig überein. Shooter verlangt, dass die Sache geregelt werde. Am Abend findet Morton seine geliebte Katze mit gebrochenem Genick, daneben ein Zettel: 'Ich gebe Ihnen drei Tage!' Kurz darauf klingelt das Telefon. Die Stimme seiner Frau Amy bebt vor Schrecken. Es ist etwas mit ihrem gemeinsamen Haus. Ein Stimmengewirr schwillt in Mortons Kopf an. Wer ist dieser John Shooter? Ein Psychopath? Ein Verbrecher? Und was will er von ihm?

Ursendung im Radio: 30.10.2000

Veröffentlichung am: 09.09.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Die Brüder Grimm - Kriminalakte 06-10 (Viviane Koppelmann, Leonhard Koppelmann) hr 2019
(Vorstellung im OhrCast bei 25'16'')

Die Brüder Grimm - Kriminalakte 06-10 (Viviane Koppelmann, Leonhard Koppelmann) hr 2019

von Viviane Koppelmann, Leonhard Koppelmann

Regie: Viviane Koppelmann

321 Min.

Mit Wanja Mues, Jona Mues, Mechthild Großmann, Laura Maire, Michael Rotschopf, u. v. a.

Die Brüder Grimm leben in einer bewegten Zeit. In Kassel regiert seit 1807 Jérôme Bonaparte als König von Westphalen. Jacob Grimm wird Jérômes Privatbibliothekar und arbeitet mit seinem Bruder Wilhelm am Projekt einer Deutschen Märchensammlung. In Paris wird gleichzeitig der Grundstein für die moderne Kriminalistik gelegt – eine wichtige Rolle spielt hier der ehemalige Dieb und Betrüger Eugène François Vidocq.

Was wäre, wenn die Grimms mit ihrer besonderen Beobachtungsgabe und Vidocq mit seinem Insider-Wissen im französisch besetzten Kassel zusammengetroffen wären und hier erste Ansätze klassischer Detektivarbeit entwickelt hätten? Und spielen Mord, Entführung, Missbrauch, Freiheitsberaubung nicht häufig eine zentrale Rolle in den vermeintlichen Kinder- und Hausmärchen? Lesen sich viele Märchen nicht eigentlich wie verkappte Kriminalfälle?

Diese Fragen haben sich die Hörspielmacher Viviane und Leonhard Koppelmann gestellt und daraus die Krimihörspiel-Serie Märchen & Verbrechen für hr2-kultur entwickelt. Darin erzählen sie die Grimmschen Märchen kriminalistisch um.

Mit den Brüder Grimm-Kriminalakten 06-10 geht die Serie Märchen und Verbrechen in die zweite Staffel. Sie widmet sich den Märchen "Brüderchen und Schwesterchen", "Die Bremer Stadtmusikanten", "Dornröschen", "Rapunzel" und "Der goldene Schlüssel".
In den fünf Kriminalfällen ermitteln die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm (Wanja und Jona Mues) sowie Eugène François Vidocq (Michael Rotschopf) wieder zusammen mit der gewitzten jungen Jenny von Droste zu Hülshoff (Laura Maire). Sprecherin der Märchenpassagen ist Mechthild Großmann.

Akte 06: Die unerhörte Affäre der Geschwister Stein
Im sechsten Fall steht die öffentliche Ordnung Kassels auf dem Spiel. Die Stadt ist von der Cholera heimgesucht. Falls die vermisste Färberfamilie einem Mord zum Opfer gefallen ist, könnte das das Fass zum Überlaufen bringen. Schnelle Aufklärung ist gefragt – und das mitten in der Nordstadt, die seit dem Morgen unter Quarantäne steht. Ist der gesundheitlich labile Wilhelm dieser Herausforderung gewachsen?

Akte 07: Hochzeit mit Hindernissen
Als Vidocq verletzt und erschöpft bei den Brüdern Grimm anklopft, gewähren sie ihm Zuflucht. Er wurde einer Heiratsurkunde beraubt, und der Frieden zwischen Österreich und Frankreich scheint in Gefahr. Doch als die Freunde helfen wollen, zeigt sich Vidocq seltsam verschlossen. Ihre anfängliche Skepsis gegen den französischen Geheimpolizisten ist wieder geweckt. Die Frage, wer Vidocq wirklich ist, führt sie in eine Wandermenagerie.

Akte 08: Die Rache der schwarzen Fee
Die Tochter des Grafen von Dorn-Kastell, die zuvor im Palast Jerôme Bonapartes lebte, ist nun schon seit 100 Tagen verschwunden. Ist sie Mitglied einer weiblichen Diebesbande geworden, die die Stadt unsicher macht? Als die Befragung bei Hofe ergebnislos bleibt, lässt sich Jenny dort als Adelstochter einführen. Doch je näher die Aufklärer der Bande kommen, desto gefährlich wird es.

Akte 09: Das Martyrium der Mademoiselle Fournier
Ein anonymer Brief führt die Grimms in die Ruine der Sababurg, wo sie eine verwahrloste und halb verhungerte Frau finden. Wer ist sie und wer hat ihr diese Grausamkeit angetan? Entkräftet und ihrer Sinne beraubt ist von ihr nichts Nennenswertes zu erfahren. Vielleicht führt die Widmung in einem bei ihr gefundenen Märchenbuch oder das Siegelwappen des ominösen Briefes die Grimms auf eine Spur.

Akte 10: Die Bruderschaft des goldenen Schlüssels
Erneut steht ein Umsturzversuch gegen den französischen König zu befürchten. Um die Verbindungen zwischen der Schwarzen Schar und Freimaurern zu erkunden, bewerben sich die Grimms um die Aufnahme in der Loge des Justizministers. Ist Bruder Ferdinand erneut in die Machenschaften verstrickt? Gleichzeitig gilt es, dem Fund mehrerer Frauenleichen im Reinhardtswald nachzugehen.

Ursendung im Radio: 16.09.2019

Veröffentlichung am: 11.07.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Ida (Katharina Adler) NDR 2019
(Vorstellung im OhrCast bei 34'43'')

Ida (Katharina Adler) NDR 2019

von Katharina Adler

Regie: Iris Drögekamp
Musik: Martina Eisenreich

ca. 70 Min.


Sie wurde als Patientin Sigmund Freuds berühmt: „Dora“, das knapp achtzehnjährige Mädchen mit der petite hysterie. Freud widmete Dora eine Krankengeschichte. Erschienen 1905 schildert er im „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ die Umstände der Kur, die das Mädchen frühzeitig, nach nur drei Monaten, beendete. Während Freuds Perspektive im „Fall Dora“ ausführlich dargelegt ist, blieb die Frage, wie wohl seine Patientin, die mit wahrem Namen Ida hieß, diese neuartige Psychoanalyse empfunden hat. In ihrem ersten Hörspiel gibt Katharina Adler Ida eine Stimme und erzählt, wie es dazu kam, dass sie im Herbst 1900 auf den Diwan in der Berggasse 19 musste, und was sie wohl bewogen haben muss, sich den Deutungen des damals noch unbekannten Wiener Doktors zu widersetzen. Ein Kammerspiel, in dem das tief wurzelnde Patriarchat mit der aufkommenden Emanzipation und dem eigenen Willen einer jungen Frau ringt. Im Gegensatz zum „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ bleibt hier die Deutungshoheit nicht Freud überlassen. Es ist Idas Geschichte, die weit über ihre Psychoanalyse hinausreicht, bis zu ihren letzten Jahren als Emigrantin in den USA.

Ursendung im Radio: 18.09.2019

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Die Schlinge (Elis Mangold) FH Berlin 1990
(Vorstellung im OhrCast bei 47'58'')

Die Schlinge (Elis Mangold) FH Berlin 1990

von Elis Mangold

Regie: Detlef Kurzweg
Technische Realisierung: Jürgen Meinel, Wencke Decker

30 Min.

Mit Gerd Grasse, Walter Niklaus

Der isoliert lebende Ted Taylor bekommt unerwarteten Besuch: William B. Buttermoon, ein gefeuerter Polizist aus Baltimore, sucht den Mörder eines vor Monaten getöteten Popstars. Nicht ohne Grund ist er zu der abgelegenen Farm gekommen.

Ursendung im Radio: 18.01.1991

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Mord am See (Keigo Higashino) WDR 2004
(Vorstellung im OhrCast bei 58'50'')

Mord am See (Keigo Higashino) WDR 2004

von Keigo Higashino

Regie: Jörg Schlüter
Übersetzung: Katja Busson
Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer, Jeanette Wirtz-Fabian, Werner Jäger
Regieassistenz: Ariane Kessissoglou

Bearbeitung: Stefan Ripplinger
53 Min.

Mit Maximilian Hilbrand, Michaela Breit, Michael Evers, Therese Hämer, Volker Risch, Eva Spott, Juan Carlos Lopez, Esther Hausmann, Claudia Mischke, Hanns Jörg Krumpholz, Jörn Knebel, Max Von der Groeben, Moritz Riewoldt, Malte Selke

Art Director Shunsuke Namiki hält nicht viel von Familie. Seine Ehe mit der attraktiven Minako ist zerrüttet, mit deren Sohn Shota ist er nicht warm geworden. Deshalb fühlt er sich ziemlich deplatziert in einem Feriencamp am Himegami-See, wo Minako und drei befreundete Ehepaare ihre Kinder für die Aufnahmeprüfung an einer Eliteschule büffeln lassen. Doch als ihm seine Frau eröffnet, sie habe Eriko, seiner plötzlich im Camp aufgetauchten Geliebten, den Schädel eingeschlagen, und alle anderen Ehepaare bereits eifrig damit beschäftigt sind, diese Bluttat zu vertuschen, gehört auch er zur großen Familie. Er hilft mit, die Leiche im See zu versenken und mit einer ausgeklügelten Strategie die Spuren zu verwischen. Zur Besinnung kommt er erst, als ihn die kranke Kimiko in dunklen Andeutungen auf ein Geheimnis stößt, das die am See Versammelten verbindet. Warum musste die schöne Eriko sterben? Ein tiefschwarzer Thriller über die Mentalität einer Leistungsgesellschaft, die für Erfolg und Ansehen alles zu geben bereit ist und keine mor alischen Grenzen kennt.

hoerspielTIPPs.net:
Eine Eliteschule, Eltern, die für die Karriere ihrer Kinder alles tun und ein Mord, der nicht ans Licht kommen darf. Keigo Higashino zeigt Japan von einer hässlichen Seite, einer Leistungsgesellschaft, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht.

Lässt man sich vom typischen Japanklischee nicht einlullen, ist der Plot, trotz guter Konstruktion, schnell zu durchschauen. Aber gewisse Details bleiben doch auch bis zum Ende im Dunkeln. Damit schafft man, dass es spannend und unterhaltsam bleibt.

Die Umsetzung ist sehr sachlich auf den Fall bezogen. Man verzichtet darauf, hier eine großartige Klischeeinszenierung zu veranstalten und reduziert den Anteil japanischen Flairs auf das unumgängliche Minimum.

Ein ordentlicher und recht origineller Krimi, der das Einschalten durchaus lohnt!

Ursendung im Radio: 29.10.2004

Veröffentlichung am: 27.09.2019

Downloadmöglichkeit beim Sender

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Stille Helden siegen selten (Ralph Oehme und Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis) hr / SFB / Sachsen Radio 1990
(Vorstellung im OhrCast bei 61'9'')

Stille Helden siegen selten (Ralph Oehme und Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis) hr / SFB / Sachsen Radio 1990

von Ralph Oehme und Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis

Regie: Ralph Oehme, Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis
58 Min.


Der Aufbruch in Leipzig und anderswo im Herbst 1989. Gesprächspartner der beiden Autoren waren vor allem Demonstranten und Oppositionelle, aber auch die Gegner der "stillen Helden": Mitarbeiter der Staatssicherheit, SED-Funktionäre, Spekulanten und Rechtsradikale. Die spezifischen Sätze und Geräusche einer sanften Revolution sowie die spontanen und rhythmischen Sprechgesänge wurden mit dem Mikrofon aufgenommen, das im Vergleich zur Kamera näher an den Ereignissen ist, weil es sich mitten unter den Handelnden aufhalten kann. "Stille Helden siegen selten" wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1990 ausgezeichnet, die Jury befand, dass die Zeugenaussagen "zu einer kunstvoll aufgebauten Erzählung zusammengefügt" worden seien, "in der nicht die vielgenannten Anführer das Wort haben, sondern unbekannte Menschen, leidende, aufständische und beglückte, aber auch Stasi- und Parteifunktionäre, Spekulanten und Nutznießer."

hoerspielTIPPs.net:
Normalerweise schrillen beim Wort "O-Ton-Collage" bei mir alle Alarmglocken und die große Radiokunst-Schublade tut sich auf. In diesem Fall allerdings vollkommen zu Unrecht. Die Autoren zeichnen hier ein nachvollziehbares, spannendes und sehr (meinungs-)vielfältiges Bild der Wendezeit. Das Stück ist sehr dicht, baut sich in einer zeitlich logischen Reihenfolge auf und lässt sich so als ein Ganzes wahrnehmen.

Das Stück bringt viele Emotionen - Ängste von Montagsdemonstranten finden dort genauso Platz wie die Trauer derjenigen, die an den Staat geglaubt haben. Der Mut der einen, die Resignation der anderen wird ebenso gut dargestellt, wie auch der schmale Grad zwischen der friedlichen Demonstration und dem drohenden Umkippen in ein gewalttätiges Chaos.

Ein sehr hörenswertes Stück Zeitgeschichte, das tiefere Einblicke in die Betroffenen zulässt, als es die meisten Features zur Wende je geschafft haben.

Hörspiel des Monats 10 1990
Hörspielpreis der Kriegsblinden 1991
Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Nie wieder! (1) Tod im Römerpark - WDR 2001
(Vorstellung im OhrCast bei 61'56'')

Nie wieder! (1) Tod im Römerpark - WDR 2001

von Georg Wieghaus

Regie: Claudia Johanna Leist

21 Min

Mit Hans Abraham: Konstantin Bülau
Peter: Timon Schleheck
Peters Bruder: Robin Bamberg
Mutter: Therese Hämer
Gerd: Malte Selke
Großmutter: Christa Strobel
u. v. a.

Aus der Perspektive von Alltagsmenschen werden der Terror der Nazizeit und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges gespiegelt.

Als er starb, war Hans Abraham erst acht Jahre alt. In einem Park in Köln passierte es, fast direkt vor seiner Haustür. Hier hatte er häufig gespielt oder war spazieren gegangen. So wie auch an diesem Tag im September 1936. Man erzählt, dass seine Mutter und sein kleiner Bruder es hilflos mit ansehen mussten. Vielleicht hat der kleine Gerd ihn noch gewarnt: 'Pass auf, Hans Abraham! Die Nazis!' Doch da hatten sie ihn schon gepackt. Es waren Mitglieder der HJ. Sie schlugen auf den Jungen ein, bis er leblos am Boden lag. Warum? Weil sein Vater Jude war. Wenige Tage später starb Hans Abraham an seinen Verletzungen. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd beerdigt. Auf dem Grabstein steht der Satz: 'Umgekommen durch eine irregeleitete Jugend'.

Veröffentlichung am: 29.09.2003

Zum Hörspiel bei Amazon

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Auf Wiederhören im OhrCast 93 mit dem Arbeitstitel "Das V steht für Feminismus"




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